AFG Halver

Abschied von zwei AFG-Lehrern

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Monika Barkley und Peter Brendebach verlassen das AFG.

Halver - Die ein oder andere Träne floss dann doch, als das Kollegium des AFG am Freitagmittag Monika Barkley und Peter Brendebach verabschiedete.

Nach fast 40 Jahren im Schuldienst, davon genau 30 Jahren am Anne-Frank-Gymnasium, geht Monika Barkley in den Ruhestand. Fast jedenfalls. Denn für den Schulchor und im Café Pixel will die Lehrerin für Englisch und Geschichte weiter aktiv bleiben.

Brendebach wechselt aus persönlichen Gründen ins Rheinland, konkret nach Leverkusen. Als Einpendler nach Halver ans AFG hatte er jeden Tag 65 Kilometer zum Arbeitsplatz zu fahren. Demnächst werden es nur noch 20 sein. Acht Jahre lang hatte er Philosophie und Geschichte an der Kantstraße unterrichtet.

Und ganz leicht fällt ihm der Wechsel nicht, wie ihm in seiner Rede anzumerken war, in der er auch einen „großen Philosophen“ zitierte: „Wichtig ist, was die Leute denken, wenn man geht“, habe schon Jürgen Klopp gesagt, merkte der BVB-Fan an. Ernsthafter bedankte sich Philip Schimchen im Namen der Schülervertretung: „Der Mensch wird nur Mensch durch Erziehung“, steuerte er ein Kant-Zitat bei – und im Nachsatz seine persönliche Einschätzung: „Immanuel Kant wäre stolz auf Sie!“

Eine besondere Bewandtnis hatte es mit dem Vortrag Schimchens insofern, als Brendebach sich auch als SV-Lehrer intensiv eingebracht hatte. Die SV sei mit ihm aktiv gewesen wie selten zuvor, bedankte sich daher auch Schulleiter Paul Meurer.

Zweite Heimat Lehrerzimmer

Monika Barkley wechselt mit einem lachenden und einem weinenden Auge in die Zeit als Pensionärin. Am wenigsten fehlen würden ihr die Korrekturen, dafür aber die Gespräche unter Kollegen im Lehrerzimmer, das im Laufe der Jahrzehnte „zur zweiten Heimat geworden ist“. 

Andererseits: „Ich habe immer schon davon geträumt, einmal im Februar Urlaub machen zu können.“ Das wird sie nun demnächst bei einer Kreuzfahrt tun, dann aber in verschiedenen Funktionen dem AFG erhalten bleiben; unter anderem für den Chor, der trotz Zeugnisausgabe geblieben war, um für die beliebten Lehrer ein Ständchen zu bringen.

Ihr dankte Meurer insbesondere um die Verdienste beim Aufbau des bilingualen Zweiges, in dem auch das Fach Geschichte in englisch unterrichtet wird. Dieses Profil sei „Standortfaktor“ und müsse unbedingt erhalten bleiben.

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