Sanierung in der AFG-Aula

Barrierefreiheit bei Kultur-Veranstaltungen nun auch auf der Toilette

AFG-Aula Toilette Halver Behinderten-WC Luedtke Siegmund
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Michael Luedtke und Katrin Siegmund haben gemeinsam das neue WC geplant. Im Behinderten-WC gibt es einen Kippspiegel, damit man auch aus jeder Position hineinschauen kann.

Jedes Detail wurde geplant, nichts dem Zufall überlassen. Für 60.000 Euro wurden die Toiletten in der AFG-Aula in Halver komplett erneuert.

Halver – War zwischen dem alten Damen- und Herren-WC noch vor wenigen Wochen ein Stuhllager, ist es nun durch ein Behinderten-WC ersetzt worden. Der Sanitärbereich der AFG-Aula erstrahlt in neuem Glanz.

Das neue Bad ist nicht nur barrierefreundlich, sondern barrierefrei. Von beiden Seiten können sich Menschen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, auf die Toilette setzen und selbst der Spiegel über dem Waschtisch kann in die benötigte Position gekippt werden. Ebenfalls in diesem Raum wird in Kürze noch ein Wickeltisch angebracht. So ist er multifunktional und kann bei Bedarf auch von Männern und Frauen genutzt werden, die nicht in der Bewegung eingeschränkt sind.

Jedes Detail wurde genau geplant, sagen die beiden Architekten aus dem Bauamt der Stadt. Bewusst haben sie sich für eine stilvolle und moderne Ausstattung entschieden.

Die Räume fallen auf. Sie sind hell und modern. Weiße Fliesen stehen in Kontrast zu schwarzen Ausstattungselementen. „Wir waren mal mutig“, sagt Katrin Siegmund. Sie und Michael Luedtke bilden das Architektenteam im Bauamt und haben das Projekt gemeinsam geplant. Den modernen Charakter haben sie den Räumen ganz bewusst verpasst. In Anlehnung an die vielen Veranstaltungen und Feierlichkeiten, die in der Aula stattfinden. „Wir haben wirklich jedes Detail geplant“, fügt Luedtke hinzu. Vor allem mit den schwarzen Elementen haben sie sich „mal was getraut“.

Handwerke kommen alle aus Halver und Umgebung

Die Waschtische sind Maßanfertigungen, selbst die Öffnungen für die Papierhandtücher sind genau unter dem Handtuchspender geplant worden. Das Licht hinter den Spiegeln ist indirekt und die Spiegel selbst sind hochformatig, damit genügend Platz für Seifenspender bleibt. Bei allem wurde der Fokus auf Nachhaltigkeit gelegt, betonen die Architekten. Und auch Regionalität steht bei den beiden ganz oben.

Wir haben wirklich jedes Detail geplant.

Michael Luedtke vom Bauamt der Stadt Halver

Die ausführenden Handwerker kamen alle aus Halver und Umgebung. Mit ihnen arbeiten sie gut zusammen, sie sind verlässlich und flexibel, loben Siegmund und Luedtke. Die Malerarbeiten übernahm die Firma Haake, Sanitäranlagen die Firma Haarmann, Fliesen legte die Firma van Gestel und um Trockenbauarbeiten sowie Elektrik kümmerten sich die stadtinternen Mitarbeiter.

Die Rolle der „rechten Hand“ übernahmen die Hausmeister des Gymnasiums und des Lern- und Begegnungszentrums, Peter Feest und Tobias Starke. Stefan Haarman resümiert: „Das ist im öffentlichen Bereich das schönste Bad, was ich je gemacht habe.“

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