Weststraße: Sperrmüll nervt Anwohner

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Auf den Wiesen der Häuser an der Weststraße türmt sich der Sperrmüll – und das über Tage und Wochen. Davon zeigen sich die Anwohner genervt.

Halver - Sperrmüll bereitet derzeit nicht nur den Anwohnern im Bereich der Weststraße Ärger und Sorgen, sondern auch den Mitarbeitern der Wohnungsgesellschaft Halver-Schalksmühle (WHS) und den Verwaltungsangestellten der Stadt Halver.

Eine Anwohnerin berichtet von unhaltbaren Zuständen und sogar Ratten, die sich dort breit machen würden. Von Müll, Glasscherben, Essensresten, elektrischen Geräten, Möbeln und Teppichen berichtete eine Anwohnerin dem Allgemeinen Anzeiger. All das lagere auf großen Haufen auf den Wiesen zwischen den Bäumen an der Weststraße. 

Und tatsächlich: Am Donnerstagvormittag stapelte sich dort noch allerlei Unrat. Die Ratten, von denen die Anwohnerin berichtete, konnten dort nicht gesichtet werden. Doch bei den schlauen Tieren ist das auch kein Wunder. 

Dorothee Fruntke, Geschäftsführerin der WHS, ist das Problem bekannt. Wobei sie für den aktuellen Fall erst mal Entwarnung gab, als sie am Donnerstag mit dem AA sprach: „Der Sperrmüll wird heute abgefahren. Was dann übrig bleibt, darum müssen sich unsere Gärtner kümmern. Die werden auch schauen, ob es dort ein Problem mit Ratten gibt, das mir aber jetzt so nicht bekannt ist.“ 

Eigentlich darf der Sperrmüll erst am Vorabend der Abholung an die Straße gestellt werden – und dann auf eine öffentliche Fläche.

Generell zeigte sich die Geschäftsführerin mit der Situation unzufrieden: „Wenn Mieter kündigen, weisen wir sie darauf hin, dass sie den Sperrmüll bei der Stadt anmelden müssen. Vorsichtshalber fragen wir aber auch noch einmal bei der Stadt nach, ob das auch geschehen ist. Darüber hinaus bekommen die Mieter einen Handzettel, auf dem genau steht, wie mit dem Abfall zu verfahren ist – und wie welcher Müll entsorgt werden muss.“ 

Ein Problem sei aber auch, dass die Auszugstermine meist nicht zu den Abholterminen der Stadt passen würden. „Wir versuchen seit Langem, eine Vereinbarung mit der Stadt zu treffen.“ 

Jeder ist für seinen Müll selbst verantwortlich 

Nicole Spey, die beim Steueramt der Stadt für die Sperrmüllabfuhr zuständig ist, sieht die Stadt an dieser Stelle nicht in der Pflicht: „Der Müll darf erst am Vorabend der Abholung rausgestellt werden. Bis dahin muss mit dem Hauseigentümer oder Nachbarn eine Vereinbarung getroffen werden. Da findet sich sicher immer eine Möglichkeit hinter oder neben einem Gebäude.“ 

Die städtische Mitarbeiterin räumt ein, dass es an der Weststraße immer wieder zu Problemen komme. „Wir müssen natürlich erfahren, dass dort Sperrmüll liegt. Ist dieser nicht angemeldet, dann übernehmen wir das.“ Doch oft seien der Stadt auch bei Kenntnis die Hände gebunden, vor allem dann, wenn der Müll auf Privatgrundstücken lagert. Spey: „Grundsätzlich muss der Sperrmüll auf öffentlichen Flächen zur Abholung bereitliegen. Tut er das nicht, dürfen wir ihn nicht einfach vom Privatgrund abräumen.“ 

Von Ratten ist auch Spey nichts bekannt. Sie weist aber darauf hin, dass die nur kämen, wenn auch Essensreste im Sperrmüll lägen, wo diese nichts zu suchen hätten. „Doch so etwas kommt immer wieder vor, gerade erst haben wir einen Kühlschrank stehen lassen, weil dieser noch gefüllt war.“ Spey weist in diesem Zusammenhang auch darauf hin, dass die Halveraner natürlich auch die Möglichkeit hätten, ihren Müll privat und auf eigene Kosten zu entsorgen, wenn sie keine Chance hätten, ihn fristgerecht an die Straße zu stellen.

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