Kontrolle hat Folgen

Ärger auf Bundesstraße im MK: Mann zeigt Polizei Impfausweis statt Perso

Impfpass
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In einem Impfausweis ist der Eintrag einer Erstimpfung gegen das Coronavirus zu lesen.

Richtig dumm gelaufen ist eine Polizei-Kontrolle für einen 23-jährigen Mann aus Kierspe. Dabei war er nicht einmal zu schnell unterwegs. Weil er sich nicht ausweisen konnte, zückte er seinen Impfausweis mit dem Eintrag der Coronaschutzimpfung. Das machte es richtig teuer.

Wie die Polizei im Märkischen Kreis mitteilte, führte sie am Dienstagmittag auf der Bundesstraße 54 - Volmestraße - in Halver-Oberbrügge in Fahrtrichtung Kierspe eine Geschwindigkeitskontrolle durch. Ein Fahrer war nicht zu schnell, wurde aber dennoch rausgewunken. Der Grund: Er hantierte während der Fahrt mit dem Handy herum und war nicht angeschnallt - zwei entscheidende Fehler beim Autofahren, wie die Polizei schreibt.

Die Polizeibeamten stoppten das Fahrzeug. Der 23-jährige Kiersper sollte sich ausweisen, konnte aber weder Personal-Ausweis noch Führerschein vorweisen. Stattdessen präsentierte er den Einsatzkräften ausgerechnet seinen Impfpass.

Stempel und Aufkleber zur Corona-Schutzimpfung in dem gelben Heft machten die Polizeibeamten allerdings misstrauisch. Eine nähere Prüfung bestätigte den Verdacht: Die Einträge waren gefälscht. Der Mann war gar nicht geimpft, gab aber vor, geimpft zu sein.

Die Polizeibeamten mussten die Vergehen erst einmal sortieren. Dann schrieben sie zwei Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen wegen Handy (100 Euro) und Gurt (30 Euro) - zuzüglich 28,50 Euro Bearbeitungsgebühr. Eine Strafanzeige wegen Gebrauchs falscher Gesundheitszeugnisse gab es obendrein. Ermittelt wird jetzt wegen einer Urkundenfälschung.

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