Abschied auch mit Tränen von der Grundschule Oberbrügge

+
Die Schulfamilie auf einen Blick. Die Grundschule Oberbrügge ist damit Geschichte und wird zum Teilstandort der Regenbogenschule.

Oberbrügge - „Das hast du toll gemacht.“ Bernd Ritschel gibt einem Jungen einen freundlichen Klaps auf den Arm. Es ist seine letzte Amtshandlung nach 15 Jahren als Schulleiter in Oberbrügge.

Die ganze Schule sitzt im Atrium. Eltern, Lehrer, Kinder, Freunde. Ein letzter Schultag ist normalerweise Anlass zur Freude und zum Feiern. Das macht man auch in Oberbrügge nach Kräften. Aber der eine und andere hat die Sonnenbrille nicht nur gegen das grelle Licht aufgesetzt. Es kullern auch Tränchen, und wer am Mikrofon etwas zu sagen hat, dem setzt sich auch ein Kloß in den Hals.

Letzter Schultag an der Grundschule Oberbrügge und ganz viel Blumen für den Schulleiter.

Der letzte Tag der Grundschule Oberbrügge

Nach den Ferien Regenbogenschule

Die Gemeinschaftsgrundschule Oberbrügge ist mit dem letzten Schultag Geschichte. Wenn nach den Ferien die Kinder wiederkommen, wird sie Regenbogenschule heißen und ihre Eigenständigkeit verloren haben. Sie gehört dann als Teilstandort zur Grundschule Auf dem Dorfe, die dann denselben Namen tragen wird.

Von rechts Judith Herbers, Anja Trosien, Bernd Ritschel und Helene Balzer, die die Schule verlassen. Links Dorothea Scheibel, die durchs Programm führte.

Deshalb war am Freitag am Nocken auch Tag des Abschiednehmens. Die Viertklässler gehen an die weiterführenden Schulen. Doch der Umbau der Schullandschaft hat personell Auswirkungen:

  • Schulleiter Bernd Ritschel wechselt nach 15 Jahren nach Lüdenscheid, wo ein erfahrener Kollege für eine neue Schule benötigt wird.
  • Judith Herbers geht zur Verstärkung in die Nachbargemeinde Schalksmühle und übernimmt eine Klasse an der Grundschule Spormecke. Auch sie war 15 Jahre in Oberbrügge, „und dieser Erinnerung bleibt ein großer Platz in meinem Herzen“, sagte sie im sonnengefluteten Atrium.
  • Schulsekretärin Anja Trosien wechselt an die Humboldtschule, weil das Sekretariat von Halver aus die Oberbrügger Niederlassung mitbetreut. Zehn Jahre war sie da und wurde mit der Einstellung quasi ein zweites Mal eingeschult, weil sie dort bereits selbst zur Schule gegangen war.
  • Und nicht zuletzt scheidet Helene Balzer aus der Nachmittagsbetreuung aus. In einer Zeit, als niemand für die Aufgabe zu finden war, sprang sie als Großmutter ein und kümmerte sich um die kleinen Oberbrügger, erinnerte Alexander Willer, der Vorsitzende des rührigen Fördervereins.
Vera Wiedemeier, frühere Pflegschaftsvorsitzende, mit Alexander Willer, Vorsitzender des Fördervereins.

Im Sinne von Kindern und Gästen blieb es bei kurzen Grußworten. Daran hielten sich auch Bürgermeister Michael Brosch, Alexander Willer und Vera Wiedemeier, frühere Pflegschaftsvorsitzende. Durchs Programm führte Dorothea Scheibel – souverän, doch ebenfalls „mit Kloß im Hals“. „Ich bin selber hier zur Schule gegangen“, sagte Scheibel.

Die Kinder nahmen es leichter

Leichter nahmen es die Kinder der Schule. Mit Rap-Einlage, Tanz und singend verabschiedeten sie ihre Gäste in die Ferien. Das machte es allen dann auch leichter.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare