Abiturienten des Anne-Frank-Gymnasiums feiern Ball

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Bevor der offizielle Teil des Abiballs zu Ende ging, zogen die Abiturienten des AFG mit Leuchtstäben in den Händen noch einmal auf die Bühne.

Halver/Hagen - Mit einem – schon wegen der Ballkleider – rauschenden Fest verabschiedeten sich die Abiturienten am Freitagabend von ihren Lehrern, Leistungskursen und langen Jahren am Anne-Frank-Gymnasium.

Für den großen Festakt mit Eltern, Großeltern, Geschwistern, Verwandten und Freunden hatte das Festkomitee die Stadthalle in Hagen angemietet.

Sie bot eine Bühne, auf der die letzten Reden gehalten werden konnten. Mit ihnen verabschiedeten sich Leistungskurse von ihren Lehrern und die Lehrer von ihren Schülern. Dazu gab es eine Tanzfläche, die auch tatsächlich genutzt wurde, um sich nach klassischen Vorbildern übers Parkett zu bewegen, oder modernere Tanzstile zu pflegen.

Die Stadthalle Hagen bietet zudem die Möglichkeit, die vorhandene Bestuhlung durch Tische und Sitzgruppen zu ersetzen. So entstanden Orte zum familiären Beisammensein und gemeinsamen Genuss der Köstlichkeiten vom großen Buffet.

Der letzte große gemeinsame Abend war keiner von großen Reden. Auch Schulleiter Paul Meurer hielt sich kurz, wünschte alles Gute und überließ das Mikrofon lieber seinen ehemaligen Schülern.

Eine exzellente Figur in der Rolle der Moderatoren des Abends machten Vivien Stamm und Bastian Lux. Sie führten durch ein Programm, das aus Erinnerungen, Dankesworten an die Leistungskurslehrer, deren Erwiderungen und der Übergabe von Geschenken bestand. Natürlich wurde zuweilen ein bisschen geschwindelt, was den Blick auf die vergangenen zwei Jahre betraf: Zu durchgängig waren die Bekundungen nach dem Muster von „Sie werden uns fehlen“, „Wir werden Sie nie vergessen“, „Coole Zeit“. Und da waren auch jene merkwürdigen Geständnisse, dass der Gebrauch von Smartphones im Unterricht auf die Beteiligung natürlich keinerlei negativen Einfluss gehabt habe.

Abiball 2015 des AFG in der Stadthalle Hagen

Doch es gab auch recht glaubwürdige Berichte, dass Schüler und Lehrer sich beim Blick auf Physik und Sozialwissenschaften, Kunst und Mathematik, Biologie, Chemie und die Klassiker der Literaturgeschichte zum Besten der Bildung zusammengerauft hatten. Und so gab es alles – zwischen dem freundlichen Händedruck und der herzlichen Umarmung mit dem ganzen Kurs.

Die Frage nach dem, was nach dem Abitur kommen mag, spielte an diesem Abend keine große Rolle. Natürlich fiel das Stichwort von der unsicheren Zukunft, doch die Chancen junger Abiturienten waren sicherlich schon lange nicht mehr so gut wie im Zeitalter des sich immer mehr abzeichnenden Fachkräftemangels.

Fragwürdig war bei all der Feierstimmung nur das Spießrutenlaufen, das die eigentlich auf ihre Reife geprüften jungen Leute für einige ihrer Mitschüler bereithielten. Neben vielen anderen wenig schmeichelhaften „Kronen“ wurden jene für die schlimmste Schreckschraube, die größte Schleimerin, die häufigste Zuspätkommerin und den heißesten Kandidaten für den ersten Gefängnisaufenthalt vergeben.

Doch mit dem großen Finale kehrte die Fröhlichkeit zurück, die den ganzen Abend bestimmt hatte. Mitschüler Timo Stacey sang, Konfetti regnete herab, die Abiturienten schwangen die Leuchtstäbe – der Rest war Party pur.

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