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A45-Sperrung: B54 wird für Lkw hergerichtet - und dafür gesperrt

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Von: Jan Schmitz

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Lkw können die B54 nicht durchgängig befahren. Jetzt soll dies geändert werden - und eröffnet damit eine Alternativstrecke für die gesperrte A45.

Volmetal – Die B54 zwischen Hagen und Meinerzhagen soll für den Schwerlastverkehr durchgängig befahrbar gemacht werden. Das bekräftigte NRW-Verkehrsministerin Ina Brandes in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage des heimischen SPD-Abgeordneten Gordan Dudas. Eine neue Bedarfsumleitung für die gesperrte A45 entstünde dadurch nicht, so Brandes.

Wie berichtet, sind derzeit die Durchfahrtshöhen an zwei Bahnunterführungen in Schalksmühle-Dahlerbrück und Halver-Oberbrügge für Lkw zu niedrig. Hier soll die Fahrbahn abgesenkt werden, um das Durchfahrtsverbot für Lkw aufzuheben. Die Prüfungen dazu laufen.

Die so genannte Gradientenabsenkung an den höhenbeschränkten Bauwerken in Dahlerbrück und Oberbrügge begründet Ina Brandes in ihrer Antwort damit, dass die B54 als gewidmete Bundesfernstraße ihre wichtige und verbindende Verkehrsfunktion nur dann übernehmen könne, „wenn auf ihr möglichst wenige Verkehrsbeschränkungen angeordnet sind.“

Mit anderen Worten: Auf der B54 wird nur nachgeholt, was in der Vergangenheit längst hätte geschehen müssen, damit die Volmestraße für Lkw durchgängig befahrbar wird und damit eine „echte Bundesstraße“ ist. Die Ministerin erweckt zudem den Eindruck, dass – anders als zunächst kommuniziert – der nun geplante Ausbau der B54 mit der A45-Sperrung nichts zu tun hat. „Änderungen am Netz der Bedarfsumleitungen für die A45 sind nicht geplant“, heißt es in der Antwort aus Düsseldorf.

Lokale Bedarfsumleitungen verbinden Autobahnanschlussstellen. Im Fall der gesperrten A45 ist die U16/U39 zwischen Lüdenscheid-Nord und Lüdenscheid vorgesehen. Diese Bedarfsumleitung durch die Lüdenscheider Innenstadt ist seit dem 2. Dezember allerdings hoffnungslos überlastet, die Verkehrsteilnehmer suchen sich daher andere Wege. Bislang ist die B54 für Lkw dabei nur eingeschränkt eine Alternative. Mit der geplanten durchgängigen Freigabe für den Schwerlastverkehr ist daher bei den Anliegern die Sorge verbunden, dass der Lkw-Verkehr auf der Volmestraße zunimmt.

Die Eisenbahnbrücke in Halver Oberbrügge
Auch wenn alle Maße stimmen, wird es unter der Eisenbahnbrücke eng. Eine Absenkung der Fahrbahn, wie sie vom Landesbetrieb Straßen.NRW geplant ist, soll mehr Sicherheit und Durchfahrtshöhe bringen. © Becker

Daran lässt das Verkehrsministerium keinen Zweifel. In der Antwort heißt es: Gemäß §7 Abs. 1 Satz Bundesfernstraßengesetz ist der Gebrauch von Bundesfernstraßen allen Verkehrsteilnehmern rund um die Uhr zum Verkehr gestattet. „Hierzu gehört ausdrücklich auch der Lkw-Verkehr, der unter den Gemeingebrauch der Straßen zu subsummieren ist.“

Die Absenkung der Fahrbahn an den beiden Bahnunterführungen verzögert sich jedoch. Grund ist die Vollsperrung der B236. Mindestens vier Monate ist die Bundesstraße dicht, eine weitere Baumaßnahme an der westlichen Umfahrung der A45 würde das Verkehrsnetz nicht verkraften. Daher beginnt die Maßnahme auf der B54, bei der es ebenfalls zu zeitweisen Sperrung kommen wird, erst „nach Beendigung der Maßnahme an der B236 in Nachrodt-Wiblingwerde“, heißt es aus Düsseldorf.

Die Kommunen, in denen die höhenbeschränkten Bauwerke liegen, würden laut Ministerin von Straßen.NRW „frühzeitig informiert und beteiligt, wenn sich die Planungen konkretisieren.“

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