Sachverständiger gibt Klarheit

Frau (85) stirbt bei Wohnungsbrand in Halver - Ursache steht jetzt fest

Einsatzkräfte der Feuerwehr stehen während eines Wohnungsbrandes am Einsatzort. (Symbolbildsammlung)
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Einsatzkräfte der Feuerwehr stehen während eines Wohnungsbrandes am Einsatzort. (Symbolbild)

In Halver ist in der Nacht zu Samstag eine Person bei einem Wohnungsbrand ums Leben gekommen. Die Ursache für den Brand steht nun fest.

Update 2. März vom 15.30 Uhr: Halver - Die Feuerwehr wurde um 2.16 Uhr in der Nacht zu Samstag wegen einer starken Verrauchung in die Heerstraße gerufen. Schnell wurde aufgrund der Lage vor Ort mit dem Stichwort „F2 - Entwickelter Brand mit Menschenrettung“ hochalarmiert.

Tatsächlich haben die Feuerwehrleute eine 85-jährige leblose Frau zunächst gerettet. Sie befand sich im Schlafzimmer des Mehrgenerationenhauses, in dem das Feuer ausgebrochen war. Die Einsatzkräfte beförderten die Frau schnell ins Freie. Doch alle Anstrengungen, die Dame zu reanimieren blieben erfolglos.

Im Mehrgenerationenhaus bewohnen Familienangehörige der Verstorbenen umliegende Räume. Ein Angehöriger hatte das Feuer bemerkt und die Feuerwehr gerufen. „Um die Angehörigen bestmöglich zu betreuen, war ein Seelsorger vor Ort“, sagt Dennis Wichert, Leiter der Feuerwehr Halver. Auch für die Einsatzkräfte sei das Geschehene sehr belastend. „Es handelt sich um ein landwirtschaftliches Anwesen vor Ort in Halver. Die Einsatzkräfte kannten das Opfer persönlich.“ Deshalb war das PSU-Team des Märkischen Kreises für die psycho-soziale Unterstützung auch für die Feuerwehr vor Ort.

Im Einsatz waren etwa 50 Einsatzkräfte des Löschzuges Oberbrügge-Ehringhausen und des Löschzuges Halver Stadtmitte, des Deutschen Roten Kreuzes Halver, des Rettungsdienstes des Märkischen Kreises und des Technischen Hilfswerks.

Nach etwa 30 Minuten war der Brand im Schlafzimmer der 85-Jährigen gelöscht. „Es handelte sich um kein großes Feuer“, sagt Wichert rückblickend. „Dennoch kam es zu einer umfangreicheren Rauchentwicklung.“ Das Schlafzimmer und angrenzende Räume seien vorerst unbewohnbar. Die Höhe des Sachschadens könne derzeit noch nicht beziffert werden.

Der Feuerwehreinsatz dauerte insgesamt etwa drei Stunden. Weitere Gebäudeteile wurden durch das Feuer nicht beeinträchtigt. 

Die Polizei ging nach ersten Erkenntnissen davon aus, dass ein technischer Defekt in der elektrischen Verkabelung der Wohnung zu dem Brand geführt hat. Das bestätigt auch der Brandsachverständiger, der am Montag das Haus in Augenschein nahm. Er geht in seinem vorläufigen Ergebnis von einem technischen Defekt als Ursache aus.

Der Leichnam der Verstorbenen wurde am Dienstag obduziert. Die Todesursache war ein Herzversagen infolge einer Rauchgasvergiftung, wie die Polizei mitteilt.

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