74-Jähriger betreibt die eigene Homepage

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Günter Schrön in seinem Reich: In seinem Arbeitszimmer schreibt der 74-Jährige Kurzgeschichten und betreibt sowie pflegt auch seine eigene Homepage. ▪

HALVER ▪ Über Langeweile kann sich der 74-jährige Halveraner nicht beklagen. Ganz im Gegenteil, mit Beginn seines Rentnerlebens entdeckte Günter Schrön im Schreiben von Kurzgeschichten sein Hobby und veröffentlicht diese nichts nur auf kleinen Heftchen, sondern auch im Internet, auf der eigenen Homepage.

Schrön ist also auch fit in Sachen Computer – und das mittlerweile schon seit 13 Jahren. Keine Frage, dass die Homepage http://www.gschroen.de auf rund 1800 Megabyte angewachsen ist und rund 2600 Seiten umfasst.

Von einer Lehre als Autoschlosser über eine Weiterbildung zum Maschinenbautechniker bis hin zu Jobs als Unternehmensberater und Disponent – Günter Schrön, der 1951 aus der ehemaligen DDR nach Nordrhein-Westfalen gekommen war, hat in seinem Leben zweifellos viel gesehen und gehört. „Gerade in der Zeit, als ich bei der Firma Buschjäger als Disponent arbeitete, habe ich in viele Bereiche einen Einblick bekommen und konnte so auch eine Menge Material für meine Geschichten zusammentragen“, verdeutlicht der Rentner.

Mit dem Schreiben hat der Halveraner aber erst spät angefangen, eigentlich nur, um ein bisschen Geld nebenher zu verdienen. Schnell merkte er aber, dass er eine Art natürliches Talent hat. So wurde das Schreiben nach und nach zu seinem Hobby: „Und es ist immer noch ein schönes Hobby“, betont Günter Schrön. Anfangs schrieb er noch Artikel für Fachzeitschriften wie „VDI-Nachrichten“ oder „Maschinenmarkt“. In einem der Zeitschriften bekam er sogar eine eigene Seite, und die sei auf eine große Nachfrage gestoßen.

Seine Ausarbeitungen, so der 74-Jährige, seien aber auch über den Globus verteilt in vielen deutschsprachigen Fachzeitschriften zu lesen. „Diese Artikel waren meist fachlich und informativ, meist über die Organisation von Betrieben, wogegen ich privat immer gerne meine humorvollen Geschichten geschrieben habe“, erzählt der Halveraner.

Beim „Ausmisten“ seines Kellers sei ihm dann die Idee gekommen, seine gesammelten Entwürfe nicht wegzuwerfen, sondern mit Hilfe der „neuen Technik“ im Internet zu veröffentlichen. „Das Design meiner Homepage habe ich selber gemacht, für die Hardware und das Hochladen der Dateien bekomme ich Hilfe von einem Bekannten“, erklärt der Halveraner. Die Kurzgeschichten seien zum größten Teil humorvoll, oft aber auch sehr informativ, so Günter Schrön weiter. Neben seinen eigenen Werken sind ebenfalls Arbeiten anderer Autoren auf der Homepage zu finden.

Drei eigene Bücher hat der 74-Jährige geschrieben, wobei die Arbeiten „Humor in der Technik“ und „Humor hat Vorfahrt“ – vom Vulkan-Verlag Essen herausgegeben – seine „Flagschiffe“ seien. Seit Anfang des Jahres gibt es auch kleine Heftchen von Günter Schrön, in denen einige seiner Geschichten zu finden sind. „Ich möchte auf keinen Fall Geld mit diesen Heftchen verdienen, sondern wäre froh, wenn die Auffangstation des Tierschutzvereins von kleinen Spenden profitieren könnte“, verdeutlicht der Rentner, der seine Heftchen an vielen Stellen auslegt.

Heute schreibt Günter Schrön nur noch ein wenig für sich selber und pflegt seine umfangreiche Homepage. „Ich bin auch nicht mehr der Jüngste und versuche mich mit der Arbeit am Computer fit zu halten“, schmunzelt der 74-Jährige. Natürlich würde sich der Halveraner freuen, wenn seine Internetpräsenz – für die er viel Zeit und Arbeit aufgewändet hat – noch bekannter und er auch mal ein Echo von den Lesern erhalten würde. Unter der E-Mail-Adresse info@gschroen.de sei er immer für Anregungen, Fragen oder Kommentare zu erreichen. Und seine Kurzgeschichten sind unter http://www.gschroen.de zu finden. ▪ caro

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