71-jährige Halveranerin fällt auf Vertreter rein

Rita Kristant mit der Durchschrift des Auftrags, den ihr zwei Vertreter aufgeschwatzt haben. ▪ Ruthmann

Halver ▪ Rita Kristant ist ein wenig „sauer“. Auch auf sich selbst, weil sie auf zwei Vertreter, die an ihre Tür am Zaunkönigweg kamen, hereingefallen ist. Weil ja im März des nächsten Jahres die analogen Satellitensignale endgültig abgeschaltet werden, sollte man am besten, so argumentierten die freundlichen Vertreter, vorher alles geregelt haben – und ließen die gutgläubige 71-Jährige einen Vertrag über ein so genanntes Entertain-Paket der Telekom unterschreiben.

Der Haken an der Sache: Rita Kristant verfügt über einen Kabelanschluss fürs Fernsehen. Sie hat also keine Satellitenschüssel, keinen Computer, keinen Internet- oder DSL-Anschluss und auch kein Modem/Router – und will dies auch gar nicht, wie sie gegenüber dem Allgemeinen Anzeiger betont.

Der Halveranerin – die im Übrigen nicht die einzige ist, es sollen vier oder fünf weitere Fälle geben, denen so ein überflüssiger Vertrag aufgeschwatzt worden ist – wären also monatliche Kosten von fast 35 Euro entstanden, für ein Produkt, das sie vermutlich weder gebraucht noch genutzt hätte.

Denn als das Gerät, der Receiver, bei der 71-Jährigen eintraf, suchte sie nicht nur Rat und Hilfe bei einem Halveraner Fernsehtechniker, sondern schickte das Gerät postwendend wieder zurück und kündigte den Vertrag. Damit wäre unter anderem verbunden gewesen, dass Kristant keine Telefonrechnung auf Papier mehr bekommt. Die wäre im Internet bereit gestellt worden – dafür benötigt die Halveranerin aber einen Computer, eine Internetverbindung und eine E-Mail-Adresse, die sie sich selbst hätte einrichten müssen.

Dagegen war es fast einfach, die von der Telekom eingeschaltete Sprachbox wieder abschalten zu lassen, auch wenn es bei den Anrufen nicht immer freundliche Gesprächspartner gab. Übrigens: Anrufe an die Handy-Nummer, die der freundliche Vertreter angeben hatte, blieben alle erfolglos. ▪ Det Ruthmann

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