51-Jähriger unter 3 Opfern

Halveraner stürzt in den Dolomiten in den Tod

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Die Langkofel-Gruppe in Südtirol: Für einen 51-jährigen Halveraner endete die Bergsteigertour dort tödlich.

HALVER/GRÖDEN - Ein tödlicher Kletterunfall hat sich am Montag in den Dolomiten ereignet – unter den Opfern ist auch ein 51-jähriger Halveraner.

Nach Angaben des Internetportals „Südtirol online“ verunglückte er gemeinsam mit einem 37-jährigen Mönchengladbacher und einem 28-jährigen Mann aus Bornheim beim Aufstieg zum mehr als 3000 Meter hohen Langkofel. Wie ein Sprecher der Bergwacht erklärte, stürzte die Gruppe etwa 300 Meter tief. Die Ursache war zunächst unklar. Augenzeugen hatten den Unfall in etwa 2700 Meter Höhe beobachtet und die Rettungskräfte alarmiert, die jedoch nur noch die Leichen der drei Alpinisten bergen konnten.

Ersten Erkenntnissen zufolge bildete das Trio eine Seilschaft, weshalb die Bergwacht davon ausgeht, dass einer von ihnen den Halt verlor und die anderen beiden mit in die Tiefe riss. Möglicherweise seien die drei Bergsteiger nicht richtig angeseilt gewesen oder eine Verankerung sei herausgebrochen, sagte der Bergwacht-Sprecher.

Die drei deutschen Touristen waren auf der Pichl-Route an der Nordwand des Langkofels mit dem Schwierigkeitsgrad vier bis fünf unterwegs. „Eine klassische mittelschwere Route“, sagte der Sprecher. Laut Nachrichtenagentur Ansa verunglückten die Bergsteiger jedoch auf einem Teilabschnitt der Strecke, der als nicht besonders schwierig gilt.

Das Unglück in Italien ist das jüngste in einer Reihe von Abstürzen in den Alpen und Dolomiten in den vergangenen Tagen. An der Zugspitze und in den Tiroler Alpen starben am Wochenende zwei Bergsteiger, vergangene Woche stürzte ein Münchner im österreichischen Voralberg ab und starb. - lnw/WA

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