Halver

Pendler-Saldo in Halver ausgeglichen

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Landesstraße 528, Ortseingang vor der Karlshöhe. Täglich kommen 4239 Einpendler zur Arbeit nach Halver. Der Pendler-Saldo in Halver ist weitgehend ausgeglichen.

Halver - 4239 Menschen fahren jeden Tag von außerhalb zur Arbeit nach Halver. Umgekehrt sind es 4460 Halveraner, die überwiegend in Nachbarkommunen zur Arbeit gehen. Mit einer Differenz von 221 ist die Pendlerbilanz damit nahezu ausgeglichen.

Der sogenannte Pendler-Saldo, veröffentlicht durch das Landesamt für Statistik NRW, erfreut Kämmerer Markus Tempelmann. Er spreche dafür, dass es in Halver offenbar gelungen sei, im Verlauf der vergangenen Jahrzehnte den Trend umzudrehen. Denn zwischen 1999 und 2009 habe die Zahl der Arbeitsplätze um 413 (7,1 Prozent) abgenommen. Von da an bis 2014 allerdings sei die Zahl der Arbeitsplätze um 667 gestiegen. Unverändert festzustellen sei dabei die hohe Abhängigkeit der Stadt vom verarbeitenden Gewerbe mit etwa 68 Prozent. NRW-weit seien das lediglich 28 Prozent, was zu einer erheblichen Konjunkturabhängigkeit der Stadt führe. Interessant dürfte dabei auch der Blick auf die Hauptpendlerströme sein. IT NRW nennt dabei Lüdenscheid als Hauptarbeitsplatz für Halveraner Auspendler (1748). Es folgen Schalksmühle (439), Radevormwald (223), Hagen (221) und Kierspe (211).

Bei den Einpendlern führt ebenfalls Lüdenscheid. Von dort kommen 1181 Menschen zum Arbeiten nach Halver. 467 kommen aus Schalksmühle, 437 aus Kierspe, 251 aus Hagen und 227 aus Wipperfürth.

Selbstverständlich ist dieser ausgeglichene Pendler-Saldo nicht. Die Kreisstadt Lüdenscheid leidet seit vielen Jahren unter der immensen Mobilität ihrer Arbeitnehmer, die in Lüdenscheider Betrieben tätig sind und nach Feierabend wieder verschwinden. Jeden Tag fahren 21 540 Arbeitnehmer nach Lüdenscheid, aber nur 11 685 pendeln nach außerhalb – nicht unbedingt ein Hinweis auf die Attraktivität Lüdenscheids als Wohnort.

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