Pech für Halveraner

Schubser wird Körperverletzung - Kirmesbesuch endet vor Gericht

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Für einen Kirmesbesucher gibt es kein gutes Ende.

Halver/Lüdenscheid  - Normalerweise muss ein Schubser, nach dem eine Person zu Boden geht, nicht im Amtsgericht verhandelt werden. Ein 25-jähriger Mann aus Halver hatte jedoch Pech.

Sein Gegenüber stürzte so unglücklich auf den Ellenbogen, dass er eine Radiusköpfchenfraktur erlitt, einen Bruch des oberen Endes des Speichen-Knochens. Einen Monat lang war er arbeitsunfähig. Dem Angeklagten wurde deshalb eine fahrlässige Körperverletzung vorgeworfen.

Es hatte eine Vorgeschichte mit gegenseitigen Beleidigungen gegeben, die dadurch befeuert wurden, dass wohl beide Kontrahenten am Kirmesabend des 3. Juni 2018 in Halver nicht mehr nüchtern waren. Der Angeklagte fasste die gewechselten Worte als das zusammen, „was man mit besoffenem Kopp so raushaut“.

"Kampfkunstdemonstration nicht beeindruckend"

Die Akten berichteten noch, dass der Angeklagte sich im Streit als „deutschen Meister in der Kampfkunst MMA“ (Mixed Martial Arts – gemischte Kampfkünste) präsentiert hatte. „Der Zeuge fand diese Kampfkunstdemonstration nicht so beeindruckend“, bemerkte die Richterin trocken und fand auch noch einen Würgegriff und einen Schwitzkasten in den Akten. 

Mit einem schriftlichen Strafbefehl war der Angeklagte zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Da er geständig, nicht vorbestraft war und Reue zeigte, verzichtete die Richterin auf eine förmliche Verurteilung. Der 25-Jährige muss aber eine Geldbuße von 900 Euro an das Kinderhospiz Emmaus in Gevelsberg zahlen.

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