Vom Jugendzentrum übers Rathaus bis zum AA

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Im Rathaus konnte sich Adrien Kaczmarek, der Enkel von Robert Brihaye aus Hautmont, unter anderem natürlich auch davon überzeugen, dass es eine große französische Flagge gibt. J

HALVER ▪ Seit gut drei Wochen ist Adrien Kaczmarek nun in Halver und hat am Montag seinen Praktikumsplatz in die Redaktion des Allgemeinen Anzeigers verlegt.

Erste Erfahrungen in der deutschen Arbeitswelt sammelte der 20-jährige Student und Enkel von Robert Brihaye – dem „Motor“ der Städtepartnerschaft Halver-Hautmont – im Jugendzentrum, im Bürgerzentrum „Am Park“ und im Rathaus.

Wichtig für den jungen Franzosen, der in Lille Wirtschaftsmanagement studiert und dafür auch das Praktikum absolviert, ist, die deutsche Sprache zu sprechen. Denn die Praxis sieht stets anders aus als das Lernen einer Sprache in der Schule.

Umso mehr freute sich Adrien Kaczmarek, dass es im Jugendzentrum eine Reihe von Kindern gab, die durchaus Interesse für Frankreich zeigten und mit dem Praktikanten darüber sprachen. Der 20-Jährige lässt aber auch das Schreiben einschließlich einer jeweiligen Übersetzung nicht außer Acht. So schrieb er in seiner Zeit im Jugendzentrum über seinen Praktikumsablauf.

Nach dem Wechsel ins Bürgerzentrum „Am Park“ änderten sich für Kaczmarek die Kontakte von jung auf älter. „Ich konnte mit vielen älteren Menschen sprechen“, zog Kaczmarek auch über die zweite Woche ein positives Fazit. „Am Park“ konnte er zudem einen E-Mail-Kurs vorbereiten und damit anderen beim Umgang mit der elektronischen Post helfen.

Das Sprechen der deutschen Sprache stand für den französischen Studenten im Rathaus ebenfalls an erster Stelle. Denn auch dort – hauptsächlich bei Elke Gierse eingesetzt – hatte der Student viele Kontakte zu Halveranern und konnte dabei stets das Gespräch suchen. Darüber hinaus hat er auch die Homepage der Stadt ins Französische übersetzt – sobald diese Version durch einen Dolmetscher noch einmal kontrolliert wurde, soll sie im Netz erscheinen.

Im Gegensatz zu Lille, wo es aufgrund der Universität viele junge Leute gebe, sei Halver ein ruhiges, friedliches Städtchen. Seine Freunde vermisst er dennoch nicht, weil derzeit zwei Kommilitonen in Oelde und in Frankfurt ebenfalls ein Praktikum absolvieren – und mit denen trifft sich Adrien Kaczmarek an Wochenenden, um beispielsweise auch Großstädte wie Köln oder Düsseldorf kennenzulernen. Und dass sich der junge Franzose bei Familie Rokotta richtig wohl fühlt, liege auch an der geduldigen Verständigung. ▪ Det Ruthmann

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