Moderne Sportstätten 2022

17.000 Euro Förderung für Angler: Sanierung der Teichanlage in Sicht

Angler, Märkischer Angelsportverein Halver, Moderne Sportstätten, Förderung
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17 000 Euro aus „Moderne Sportstätte 2022“: Die Mitglieder des Märkischen Angelsportvereins können sich über eine Förderung freuen, mit denen die vereinseigene Teichanlage saniert werden soll.

„Wir haben in NRW leider einen enormen Sanierungsbedarf. Viele Jahrzehnte ist zu wenig passiert“, gab Ministerpräsident Armin Laschet mit Blick auf die teilweise recht maroden Sportstätten zu. Das 300 Millionen Euro schwere Förderprogramm „Moderne Sportstätte 2022“ soll den Sanierungsstau bei den Sportvereinen beheben. So auch bei den Märkischen Anglern in Halver.

Halver – 17 274 Euro aus dem Fördertopf fließen jetzt in die Angelteiche am Bolsenbach. „Wir haben uns natürlich gefreut, als die Bewilligung kam.“ Stefan Hübner, Geschäftsführer des Märkischen Angelsportvereins (MASV), und die rund 70 weiteren Mitglieder sind überaus dankbar für den Geldsegen. Vor zwei Jahren floss mit dem Wasser aus der undichten Teichanlage auch jede Menge Erspartes aus der Vereinskasse. „Der Mönch war kaputt“, erklärt Hübi, wie er von seinen Angelfreunden genannt wird, und meint damit den Ablauf des großen Teichs. Die Erneuerung des Mönchs, die Verlegung von rund acht Metern neuen Rohleitungen und weitere Folgekosten haben die Angler rund 10 000 Euro gekostet.

Anstehenden Investitionen liegen auf Eis

Anstehende Investitionen müssen seitdem auf Eis gelegt werden, weil das nötige Kleingeld fehlt. „Die Zuwegung, die Dammzufahrt und Zuläufe zu den Teichen müssen dringend saniert werden“, zählt der Geschäftsführer auf. Außerdem müssten zwei neue Zugänge zu den Mönchen angelegt und die Böschung befestigt werden. „Angebote haben wir bereits bei einem ortsansässigen Tiefbau-Unternehmen eingeholt“, erklärt Hübner, wie der Finanzbedarf sich zusammensetzt.

Insgesamt haben der Vorsitzende Hans-Jürgen Friedrich und sein Stellvertreter Pascal Klawin in der sogenannten Interessenbekundungsphase des Auswahlverfahrens 21 100 Euro Förderbedarf angegeben. 80 Prozent der Summe hat nun das Land NRW übernommen. Die restlichen 4000 Euro muss der Verein noch aufbringen.

Obstbäume pflanzen, andere Bäume fällen

Damit sich das Wasser aus den insgesamt vier angelegten Angel- und Zuchtteichen nicht wieder seinen Weg in die Freiheit sucht, warten auch einige morsche Bäume an den Ufern seit Längerem auf die Motorsäge. Das Fällen der alten Baumbestände machen sich die Angler allerdings nicht so leicht. „Dafür sollen neue Obstbäume gepflanzt werden“, sagt Ralf Hübner und unterstreicht damit die Nähe zur Natur, die den Petri-Jüngern wichtig ist. „Erst letztes Jahr haben wir mit der Familie Brunsmeier von der Heesfelder Mühle hier Apfelbäume und Hecken gepflanzt“, erklärt Hübner.

„Es gibt nichts Schöneres, als alleine hier am Wasser zu sitzen und die Natur zu genießen“, fasst er den Grund seines Anglerdaseins und die Bemühungen um die angrenzende Botanik zusammen.

Eine von fünf Frauen im Verein: Elke Winkhaus brachte beim Arbeitseinsatz am Samstag die Hütte wieder in Schuss.

Um das alles in Ruhe genießen zu können, muss aber auch regelmäßig Arbeit investiert werden. Am Samstag trafen sich deshalb einige Vereinsmitglieder zum Arbeitseinsatz. Während der Rasenmäher letztmalig in diesem Jahr durch die weitläufige Anlage geschoben werden musste, wurden Laichhilfen in den Teichen angebracht und die Vereinshütte gesäubert. „Im November wollen wir auch noch neue Fische einsetzen“, berichtet der Geschäftsführer.

In der kalten Jahreszeit hält sich die Arbeit und das Fischen ansonsten in Grenzen. Erst im Frühjahr, wenn mit dem Geld aus dem Förderprogramm die Anlage saniert wird, kommen die Mitglieder wieder ins Schwitzen.

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