ZWAR-Netzwerk steht auf eigenen Füßen

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Bei einem Multiplikatorentreffen im Kulturbahnhof wurde das ZWAR-Netzwerk Halver, das 160. in Nordrhein-Westfalen, in die Selbstständigkeit entlassen.

HALVER -  In die Selbstständigkeit entlassen wurde am Donnerstagabend im Kulturbahnhof das ZWAR-Netzwerk Halver. Im April vergangenen Jahres für und mit Menschen ab 50 Jahren gegründet, gilt es nun, die selbstorganisierte Gemeinschaft und ihre Gruppen in die Zukunft zu führen.

ZWAR – Zwischen Arbeit und Ruhestand – wurde von einem Quartett auf die eigenen Füße gestellt, das bereits in der Gründungsphase begleitend aktiv war: Bürgermeister Dr. Bernd Eicker, Thomas Gehring vom Fachbereich Bürgerdienste, Sandra Kutzehr vom Bürgerzentrum „Am Park“ und Paul Stanjek von der ZWAR-Zentralstelle NRW. Sie alle zeigten sich erfreut über Engagement, Kreativität und Ideenreichtum, die in den zurückliegenden 15 Monaten in Halver aktiviert wurden. Wie Stanjek ergänzend mitteilte, ist in Halver das 160. ZWAR-Netzwerk in Nordrhein-Westfalen ins Leben gerufen worden: „Und jedes Netzwerk ist anders, alle haben ihren eigenen Charakter.“ Stanjek wird den Halveraner Gruppen auch weiterhin als Ratgeber und Ansprechpartner zur Verfügung stehen.

An dem Multiplikatorentreffen zeigten sich am Donnerstag rund 40 Halveraner Bürgerinnen und Bürger interessiert. Sie erfuhren von den Ansprechpartnern, dass sich die Basisgruppe 14-tägig in zwangloser Runde trifft, um eigene Interessen, aber auch die der anderen zu verwirklichen. Dabei gilt, dass jeder sich einer Gruppe anschließen, aber auch eine eigene gründen kann. So gibt es die Nordic-Walker, die jeden Dienstag ihre Runden absolvieren, und die Malgruppe, die sich im Bürgerzentrum trifft, widmet sich aktuell der Aquarell-Technik. Um sich von anderen inspirieren zu lassen, ist daran gedacht, in Zukunft auch Ausstellungen zu besuchen. Die Gruppe „Seniorenarbeit“ hat in der Vergangenheit bereits mit den unterschiedlichsten Aktionen auf sich aufmerksam gemacht. So wurden mit den Bethanien-Bewohnern Krippenfiguren gestaltet und bunte Pappmaschée-Hühner zugunsten eines Schulprojekts in Afrika verkauft. Das brachte die erstaunliche Summe von 500 Euro ein. Im Augenblick werden mit den Senioren kleine Spaziergänge unternommen.

Das Team „Wir bestricken unsere Stadt“ wurde am Alten Markt an Bäumen, Laternenpfählen und Marktfrauen aktiv und traf – auch nach eigener Einschätzung – nicht immer auf freundliche Reaktionen. Die Wolle wird den Frauen allerdings säckeweise aus der Bevölkerung gespendet, und es ist nun daran gedacht, sie für Mützchen, kleine Schuhe und Schlafdecken einzusetzen, die für Frühchen gespendet werden sollen. Die Kulturfreunde haben Opern, Konzerte und Museen besucht, es ging unter anderem zur Floriade, auf Tour mit dem Schienentaxi und es gab Musical- und Kaberettabende. Auch hier fehlt es nicht an Ideen: „Rudelsingen“, Kräuterwanderung, Städtetouren, Pilgerweg, Besuch der Meyer-Werft und anderes sind angedacht.

Wer sich über das ZWAR-Netzwerk und seine Gruppen näher informieren möchte, kann die Homepage http://www.zwar-halver.de besuchen und dort auch eigene Vorschläge notieren. - CK

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