13,5 Kilometer nur für Fahrradfahrer und Skater

Am 24. Juni 2012 werden auf der B 54 zwischen Lüdenscheid, Halver und Meinerzhagen die Autos verbannt. Skater, Radfahrer und Fußgänger kommen zum Zuge. ▪ F. Zacharias

HALVER ▪ Knapp 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrüßte Kreisdirektorin Barbara Dienstel-Kümper zur Auftaktveranstaltung für den Aktionstag „Autofreies Volmetal“. Behördenvertreter, Vereinsmitglieder und Touristiker aus den beteiligten Städten Halver, Lüdenscheid, Meinerzhagen und Kierspe hatten sich ebenso im Lüdenscheider Kreishaus eingefunden wie Vertreter von Kreisverwaltung, Polizei, Rettungsdiensten und Feuerwehr. Der Aktionstag soll am Sonntag, 24. Juni 2012, auf dem Abschnitt der Bundesstraße 54, der von Lüdenscheid nach Meinerzhagen führt, stattfinden und ist für Radfahrer, Inline-Skater und Fußgänger gedacht.

Vertreter der Städte Siegburg und Hennef berichteten von ihren Erfahrungen mit einem autofreien Tag in ihrer Region. Die Aktion „Siegtal pur“ locke inzwischen auf 130 Kilometern, die sich durch drei Kreise zögen, mehr als 120 000 Radfahrer und Inline-Skater an.

„Bei uns sind es zwar nur 13,5 Kilometer von Lüdenscheid bis Meinerzhagen, aber auch das ist eine schöne Route entlang der Volme“, sagte Kreisdirektorin Barbara Dienstel-Kümper. Die Idee, das Volmetal einen Tag lang autofrei zu machen, stammt vom Aktionsbündnis „Volme-Aggerbahn“. „Die Idee haben wir gerne aufgenommen“, erklärte Dienstel-Kümper und verwies auf die positiven Reaktionen auf die kürzlich durchgeführte Märkische Wasserwoche.

Die Besucher der Informationsveranstaltung sicherten ihre Teilnahme am Aktionstag zu. Dass am 24. Juni 2012 ein Spieltag der Fussball-Europameisterschaft in Polen und der Ukraine ansteht, werde sich nicht auf die Teilnehmerzahlen auswirken. „Auch wenn Deutschland spielt, rollt der Ball erst nach 20 Uhr. Bis dahin sind alle längst wieder zu Hause“, sagte Dienstel-Kümper.

Da sich auf dem Streckenabschnitt der Bundesstraße 54 zwischen Lüdenscheid und Meinerzhagen 36 Einmündungen befinden, komme der Verkehrsführung eine entscheidende Rolle zu. Anwohner und sonstige Betroffene müssten rechtzeitig über den Aktionstag informiert und Umleitungen ausgeschildert werden. Außerdem sollen an gesperrten Zuwegen Posten aufgestellt werden, die auch ortsunkundige Personen entsprechend umleiten können.

Mehrere so genannte Veranstaltungsinseln auf der Strecke sollen für Teilnehmer ein vielfältiges Angebot bereit halten, das von einer E-Bike-Station über Werksbesichtigungen und von kulturellen Programmpunkten bis hin zu vielen Mitmach-Aktionen reichen soll.

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