Riesen-Wels in der Bolsenbach

Dieter Brandt mit seinem Überraschungsfang.

Halver - „Ich geh’ ein bisschen angeln.“ So hat sich am Montag Dieter Brandt von seiner Frau verabschiedet. Eine halbe Stunde später kämpfte er mit dem größten Fisch, der in diesem Jahr aus der Anlage des ASV Halver im Bolsenbachtal kam. 1,27 Meter lang, elf Kilo schwer. Ein Wels.

Gegen 9.30 Uhr war das. „Jetzt komme ich langsam bei“, sagt Dieter Brandt nach dem spektakulären Drill am untersten der vier Teiche eine halbe Stunde später. Fast mittig am Damm stand er für den Fang und musste mächtig ziehen, „damit er nicht um den Mönch ‘rumgeht“. Der „Mönch“, das ist der Überlauf, und wenn die haarfeine Schnur am Mauerwerk scheuert, ist der Fisch weg.

„Wir wussten, dass der da drin ist“, sagt Dieter Brandt. Und der ein oder andere der Angler dürfte ihn auch schon an der Schnur gehabt und wieder verloren haben, vermutet der erfahrene Angler, Jahrgang 1950, den es seit dem zwölften Lebensjahr ans Wasser und in die Natur zieht.

Was der Raubfisch, der sonst in größeren Flüssen lebt, ausgerechnet beim ASV in der Bolsenbach zu suchen hat, liegt für Dieter Brandt auf der Hand. „Wir besetzen die Teiche mit Wildfisch, da wird er dabei gewesen sein. Überhaupt ist die Artenvielfalt groß in den Teichen. Dieter Brand wollte gestern eigentlich auf einen Zander gehen. Auch Hechte, Größenordnung neun bis zehn Kilogramm, dürften in dem Teich leben und teilen sich den Besatz mit den Anglern, aber auch mit Reihern und Kormoranen. Der Wels beispielsweise habe auch vor einem Karpfen oder einer Forelle keine Scheu. Drei Fische pro Woche benötige er als Futter, schätzt der Angler.

Sein früher und überraschender Fang – „der Wels ist eigentlich ein Nachtfisch“ – sei jedenfalls das bisher schönste Weihnachtsgeschenk. Das Filet ist begehrt und teuer, und besonders schmackhaft dürfte es auch aus dem sauberen Wasser des Baches sein, freut sich Dieter Brandt bereits auf ein Festessen.

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