12 100 Quadratmeter in neuer Produktionsstätte

Markus Turck zeigt an der Großbaustelle am Kirchlöher Weg mit einer Zeichnung, wie die neue Produktionsstätte in etwa aussehen wird. ▪ Ruthmann

HALVER ▪ Die Planungen bestehen bereits seit mehr als sechs Jahren, als das Unternehmen Turck das Gelände der ehemaligen Firma Alte & Schröder am Kirchlöher Weg kaufen konnte. Vor wenigen Wochen begann die nun auch sichtbare Umsetzung dieser Planung.

Nach dem Abriss der alten Firmengebäude, der Entsorgung der Altlasten und dem Kauf eines gut 200 Meter langen Teilstücks des Kirchlöher Wegs sind auf dem 18 500 Quadratmeter großen Gelände Baufirmen angerückt, um den größten Firmenbau der Turck-Gruppe herzustellen.

Nur einen Steinwurf vom bereits bestehenden Firmengebäude für die Hauptelektronikfertigung am Kirchlöher Weg entfernt entsteht in L-Form eine 130 mal 45 Meter sowie 25 mal 40 Meter große Produktionsstätte, in der im Wesentlichen die Sensormontage – derzeit noch in den Gebäuden an der Goethestraße untergebracht – ausgelagert wird. In der Endstufe, so erklären Werner und Markus Turck im Pressegespräch, werden dort 300 bis 350 Mitarbeiter beschäftigt sein. Die Entwicklungsabteilung an der Goethestraße platze aus allen Nähten, nennen die beiden Firmenchefs die Gründe für die rund 15 Millionen Euro teure Investition in Halver. Um aber weiterhin die Firmenphilosophie – innovative Entwicklung und Kerngeschäft-Fertigung in Halver – konsequent verfolgen zu können, müsse Platz für die Entwicklung geschaffen sowie Zusammenführungen bewerkstelligt werden.

Wegen des Krisenjahrs 2009/10 waren die Neubaupläne zurückgestellt worden, aber „jetzt drücken wir auf die Tube“, sagt Werner Turck. Bereits im ersten Halbjahr 2012 soll das neue Firmengebäude mit 11 000 Quadratmetern Produktions- und 1100 Quadratmetern Büroflächen – mit einem 600 Quadratmeter großen Versammlungsraum, energieeffizientem Blockheizkraftwerk – fertig und bezogen werden. „Mit Dampf geht es dann weiter“, kündigt Markus Turck an, dass anschließend an der Goethestraße das nächste Projekt in Angriff genommen wird. Auch dort sei ein „gewaltiger Umbau“, so Werner Turck, in Planung. Dieser Standort, in dem künftig nur noch die Verwaltung und die Entwicklungsabteilung untergebracht sein werden – würde sein Äußeres wesentlich verändern.

Genaue Zahlen, wie sich die Standorterweiterung hinsichtlich neuer Arbeitsplätze auswirken wird, vermochten die Firmenchef nicht zu sagen. Etwa 230 Mitarbeiter werden in den Neubau am Kirchlöher Weg einziehen, bis 350 können es in der Endstufe sein. Gleichzeitig wird es in der größeren Entwicklungsabteilung neue Stellen geben. Andererseits verweist Werner Turck darauf, dass es schwer sei, Fachleute zu finden. Zumal das Unternehmen Turck natürlich hohe qualitative Ansprüche an die Mitarbeiter stellt. Diese erfüllt haben in der jüngeren Vergangenheit rund 40 Mitarbeiter, die in der Firma einen neuen Arbeitsplatz fanden. ▪ Det Ruthmann

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