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105 Abiturienten feiern in Halver

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Von: Frank Laudien

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Abifeier AFG Halver
105 Schülerinnen und Schüler erhielten am Freitag in der Sporthalle des Lern- und Begegnungszentrums ihre heiß ersehnten Abschlusszeugnisse. © Frank Laudien

105 Abiturienten feierten ihren Abschluss am Anne-Frank-Gymnasium in Halver.

Halver – An „kleine zarte Wesen mit großen Schultüten“ erinnerte Ilka Kunick sich auf der Abifeier des Anne-Frank-Gymnasiums (AFG) zurück. Die Lehrerin konnte bei ihrer Begrüßungsrede in der Sporthalle des Lern- und Begegnungszentrums nun auf große Menschen blicken, die den höchsten Schulabschluss geschafft haben.

105 frisch gebackene Abiturienten standen am Freitag im Mittelpunkt. Aber auch die Eltern, die auf den Rängen das feierliche Programm verfolgten, fanden eine lobende Erwähnung. „Als Teenager denkt man, dass Eltern vor allem nerven“, doch mit steigendem Alter merke man, dass sie „treue Begleiter sind und super Helfer, die mitgeschwitzt und mitgejubelt haben“.

Ansprache auch an die Eltern

Auch der stellvertretende Bürgermeister Armin Kibbert vergaß die Eltern in seiner Ansprache nicht: „Sie haben ihren Teil beigesteuert, Homeschooling ermöglicht, für die nötige Nervennahrung gesorgt und das eine oder andere Krisengespräch geführt.“ Mit Blick auf die aktuellen Ereignisse unterstrich Kibbert, „dass wir gesegnet sind, so eine Veranstaltung in Frieden, Freiheit und Sicherheit im Kreis der Familie durchführen zu können“. Das sei nicht selbstverständlich. Den Schülern gab er noch mit auf den Weg: „Nehmen sie Ratschläge an, aber lassen sie sich nicht bevormunden.“

Frederike Nüssken und Jannes Trosien blickten stellvertretend für ihre Schülerkollegen noch einmal auf die vergangenen Jahre zurück. „Das Abitur 2022 bedeutet für uns in erster Linie auch Corona, Homeschooling, keine Praktika, keine bunten Abende, keine Fahrten und Freizeiten. Und trotzdem sitzen wir heute hier“, erinnerte Jannes Trosien an die nicht immer einfachen Pandemiejahre. Es gehe nicht immer nur ums Lernen, sondern darum, Herausforderungen zu meistern.

Lehrer präsentieren lustige Einlage

Die Oberstufenleiter Sandra Rademacher und René Paul unterhielten anschließend die Schüler und Gäste mit einer lustigen Einlage. „Was sollen wir denn jetzt hier machen?“, zeigte sich der Mathe- und Physiklehrer etwas ratlos. „Vielleicht eine Rede halten“, schlug Sandra Rademacher vor, fand aber auch kein passendes Thema. Hilfe erhielten die beiden dann von Kollegin Marianne Timpe, die mit einem Stapel Zettel vorbeikam. „Ich habe hier noch ein paar Arbeitsblätter für euch“, schockte sie die Schüler. Zum Glück waren es nur leere Blätter, und niemand musste auf der Abifeier noch mit Formeln hantieren.

Für die Pädagogen der Leistungskurse hatten die Abiturienten schließlich noch ein paar Geschenke und liebe Worte vorbereitet. Blumen, Schokolade, T-Shirts mit Bildern der Schüler und ein Nudelgericht wurden überreicht. Fast allen fiel der Abschied sichtlich schwer.

Abschlusszeugnisse überreicht

Bevor es die heiß ersehnten Abschlusszeugnisse gab, richtete Schulleiter Paul Meurer noch letzte Worte an die Abiturienten. Die großen Anforderungen, die das Leben für sie bereithält, fasste er dabei zusammen: „Ihr werdet euch um Nachhaltigkeit kümmern müssen.“

Auch bei den künftigen Jobangeboten sollte dieses Thema eine wichtige Rolle spielen. „Ihr werdet mehr denn je in internationalen Teams arbeiten“, richtete er den Blick auf die sich wandelnde Demografie und die integrative Arbeit, die auch bereits am Gymnasium großgeschrieben werde. Zudem werde eine immense Innovationskraft benötigt. „Bleibt wissenshungrig und entwickelt euch jeden Tag weiter.“ All das funktioniere nur mit Bildung, Freiheit und Demokratie. „Alles andere ist für uns von gestern.“

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