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Zeitumstellung heute: Die Sommerzeit kommt - so werden die Uhren umgestellt

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Von: Simon Stock

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In der Nacht zu Sonntag (28.03.2021) werden die Uhren auf Sommerzeit umgestellt. Was die Zeitumstellung für Folgen hat - und woran es bei ihrer Abschaffung hakt.

Hamm - Es gibt nicht viele feste Termine im Kalender. Heiligabend ist am 24. Dezember, Neujahr am 1. Januar. Und die Sommerzeit kommt immer am letzten Sonntag im März. Die nächste Zeitumstellung steht uns also in der Nacht von Samstag auf Sonntag (28. März) bevor. Wieder einmal. Gab es da nicht mal ein Votum für die Abschaffung der Zeitumstellung?

Sommerzeit28.03.2021 bis 31.10.2021
UmstellungSonntag, 28.03., um 2 Uhr nachts

Zeitumstellung: Ab Sonntag (28.03.) gilt Sommerzeit - wann kommt die Abschaffung?

Das lästige Drehen an der Uhr wird im Zeitalter des Smartphones zwar weniger, doch zweimal im Jahr müssen Kopf und Körper mit einer Zeitumstellung klarkommen. Im März beginnt die Sommerzeit - und im Oktober die Winterzeit. Das ist seit 1980 in Deutschland so. Der Hintergedanke bei der Einführung der Sommerzeit war, dass das Tageslicht besser genutzt und so Energie gespart werden kann.

Wie bei jeder Zeitumstellung stellt sich auch diesmal die Frage: Haben wir jetzt eine Stunde mehr oder weniger? Vielleicht hilft eine kleine Eselsbrücke weiter.

Winterzeit und Sommerzeit: Das sind die Folgen der Zeitumstellung

Sommerzeit heißt: Bald wird es warm und schön. Als Ausgleich dafür wird uns eine Stunde weggenommen. Heißt: Wir verlieren in der Nacht zu Sonntag die Stunde, wenn der Zeiger von 2 direkt auf 3 Uhr vorrückt. Die sichtbare Folge des Ganzen: Morgens wird es später hell, dafür bleibt es abends länger hell. Gut für die Grillsaison.

Umgekehrt funktioniert es bei der Umstellung auf Winterzeit am letzten Sonntag im Oktober: Bald wird es kalt und dunkel; als kleine Entschädigung bekommen wir eine Stunde Schlaf dazu. Wenn es 3 Uhr nachts wird, wird die Uhr um eine Stunde auf 2 zurückgestellt. Die sichtbare Folge: Morgens wird es früher hell, abends dafür früher dunkel. Für die Zeitumstellung gibt es aber auch andere Eselsbrücken - jeder merkt es sich auf seine Art und Weise.

Zeitumstellung: Viele Menschen wegen Beschwerden pro Abschaffung

Im März eine Stunde weg, dafür im Oktober eine dazu - klingt nach einer Kleinigkeit. Doch für viele Menschen in Deutschland ist es das nicht. In einer repräsentativen Umfrage der DAK im Oktober 2019 gaben 29 Prozent der Teilnehmer an, dass ihnen die Zeitumstellung Beschwerden bereitet. Kein Wunder, dass viele die Abschaffung des Wechsels von Sommer- auf Winterzeit wollen.

In Untersuchungen ist die Rede von Schlafstörungen und erhöhtem Herzinfarktrisiko. Oft ist einfach ein Jetlag-Gefühl wie nach langen Flugreisen da, auch wenn es wissenschaftlich schwer zu fassen ist. Fakt ist: Die Zeitumstellung zweimal im Jahr sorgt für Probleme bei Fahrplänen, Dienstplänen und sogar in der Landwirtschaft. Bei der Umstellung auf Sommerzeit ist die Milchleistung von Kühen einige Tage lang geringer.

In der Nacht zu Sonntag (28.03.2021) ist Zeitumstellung: Die Winterzeit endet, die Sommerzeit beginnt.
In der Nacht zu Sonntag (28.03.2021) ist Zeitumstellung: Die Winterzeit endet, die Sommerzeit beginnt. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Die Zeitumstellung in der Europäischen Union (EU) steht vor der Abschaffung. Eigentlich sollte es bereits in diesem Jahr kein Uhrendrehen mehr geben.

2018 befragte die EU-Kommission die Bürger zu dem Thema. Das Ergebnis der Online-Umfrage war deutlich: 84 Prozent stimmten für die Abschaffung des Wechsels zwischen Sommer- und Winterzeit. In Deutschland gilt die Zustimmung als besonders groß. Als Gründe nannten die Teilnehmer etwa, dass die Umstellung ihrer Gesundheit schade. Das EU-Parlament stimmte im März 2019 für die Abschaffung zum Jahr 2021.

Abschaffung der Zeitumstellung in der EU: Deutsche wollen dauerhaft Sommerzeit

Jetzt haben wir 2021, und noch immer gibt es in Deutschland Sommerzeit und Winterzeit. Nach der EU-Entscheidung mussten sich die 27 Mitgliedstaaten einigen und klären, ob sie dauerhaft Sommer- oder Winterzeit wollen. Doch bislang haben die Regierungen im Rat der EU keine gemeinsame Position gefunden. Das müssen sie, denn sonst würde es in Europa einen Flickenteppich aus unterschiedlichen Zeiten geben.

Die Deutschen haben übrigens eine klare Meinung zu der Frage, ob es nach der Abschaffung der Zeitumstellung dauerhaft Sommer- oder Winterzeit geben sollte: Laut einer repräsentativen Studie der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe und des Marktforschungsinstituts mo‘web research fordert die Mehrheit eine dauerhafte Sommerzeit.

Wann findet das Umstellen der Zeit denn nun ein Ende? Das steht in den Sternen. Eine Mehrheit der Menschen in Deutschland hat den Glauben an die Abschaffung der Zeitumstellung verloren: 63 Prozent der Befragten haben das Projekt auf absehbare Zeit abgeschrieben, wie eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa ergeben hat. (mit Material von dpa)

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