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Sky bittet Kunden zur Kasse: Abo wird teurer - nicht aber für jeden

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Von: Erik Hlacer

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DAZN hat es getan, jetzt folgt Sky: Die Preise werden erhöht. Das Abo für Bestandskunden wird teurer. Aber nicht jeder ist von der Preiserhöhung betroffen.

Hamm - Die Inflation macht auch vor Streaming-Diensten und Pay-TV-Sendern nicht halt. Jüngst hat Amazon die Kosten für sein Prime-Abo drastisch erhöht. Zuvor hatte DAZN mit seiner Preis-Verdopplung Fußball- und Sportfans bereits einen regelrechten Schock verpasst. Jetzt ist also auch Sky dran. Der Bezahlsender aus Unterföhring dreht an der Preisschraube, das Abo für Bestandskunden wird teurer.

UnternehmenSky Deutschland GmbH
Gründung1990
SitzUnterföhring
Mitarbeiterzahl1.800 (2020)

Sky mit Preiserhöhung: Kunden informiert - So viel teurer wird das Abo

Sky informiert aktuell seine Kunden über die geplante Preiserhöhung beim Abonnement. Seit August dieses Jahres erhalten Kunden per Post oder via Mail ein Update bezüglich der Kosten. Je nachdem, wann das Abo bei Sky abgeschlossen wurde, greift der Preisanstieg sofort. Bei denjenigen, die erst kürzlich etwa ein Jahresabo abgeschlossen haben, kommt die Info-Mail oder der Brief erst im zweiten Quartal 2023.

Wie das Onlineportal DWDL berichtet, setzt Sky die Preiserhöhung zwischen einem und 9,99 Euro an - abhängig ist dies davon, welches Paket bzw. Abomodell gebucht wurde. Der Pay-TV-Sender wolle seine Kunden jedenfalls „rechtzeitig und transparent“ darüber informieren, in welcher Form sich die Preisanpassung niederschlägt. Der Großteil der Kunden soll demnach im Monat weniger als fünf Euro mehr zahlen.

So begründet Sky die Preiserhöhung für Abos von Bestandskunden

Doch was ist der Grund für die Preiserhöhung bei Sky? Der Sender gibt zumindest nicht an, dass der Anstieg der Abo-Kosten etwas mit der Inflation oder den Preisanpassungen bei den Konkurrenten DAZN und Amazon Prime zu tun hat. Stattdessen fuße die Entscheidung, so ein Sky-Sprecher, auf Investitionen in innovative Produkte, Dienstleistungen und Programminhalte.

„Um den dadurch gestiegenen Kosten für Programmlizenzen und der technischen Infrastruktur Rechnung zu tragen, passen wir unsere Preise an“, zitiert DWDL den Pressesprecher. Zugleich sei sich Sky bewusst, „dass Preiserhöhungen nie willkommen sind.“ Auch der Preisanstieg bei DAZN etwa hatte bei Fußball-Liebhabern - unter anderem bei einem BVB-Fan - Empörung ausgelöst.

Sky erhöht Preise: So kommen Kunden um Kosten-Anstieg herum

Immerhin: Sky lässt seinen Kunden ein kleines Schlupfloch. Denn tatsächlich wird der Abo-Preis für Neukunden zunächst gleichbleiben. Ob und wann der Pay-TV-Sender aus Unterföhring auch hier Anpassungen vornimmt, ist noch unklar. Doch Fakt ist: Wer sein Abonnement bei Sky nicht verlängert, könnte sich theoretisch mit einer neuen E-Mail-Adresse als Neukunde zu den alten Konditionen das gewohnte Abo-Modell schnappen. Wie Sky zudem bekanntgab, sei das Abo-Paket im Gegensatz zu den Preiserhöhungen zudem monatlich kündbar.

Nicht alle Streaming-Dienste reagieren auf die allgemein zunehmenden Preise in der Gesellschaft ihrerseits auch mit Preiserhöhungen. Netflix brachte jüngst ein neues Abo-Modell auf den Markt, das sogar billiger ist, dafür aber durch Werbung gegenfinanziert werden soll.

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