Verbotene Chemikalie

Unternehmen ruft Snack zurück: Auf keinen Fall verzehren! Produkt womöglich krebserregend

Erneut ist ein Produkt, das Sesam enthält, von einer Rückrufaktion betroffen. Diesmal handelt es sich um die Bio-Cracker „Backpacker Hanf“ von der Marke „Govinda“.

  • Die Bio-Cracker „Backpacker Hanf“ von der Marke „Govinda“ wurden zurückgerufen.
  • Der vom Rückruf betroffene Sesam-Snack sollte unter keinen Umständen verzerrt werden.
  • Sesam-Produkte sind sehr häufig von Rückrufaktionen* betroffen.

Heidelberg - Das Bio-Unternehmen „Govinda“ hat eines seiner Produkte zurückgerufen. Bei diesem handelt sich um die Sesam-Hanf-Cracker „Backpacker Hanf“. Betroffen sind die Packungen mit der Chargennummer 2801/0 und dem Mindesthaltbarkeitsdatum 15.07.2021. Diese sind an der Seite der Verpackungen ablesbar. Die vom Rückruf betroffenen Cracker sollten auf keinen Fall gegessen werden.

Rückruf: Bio-Cracker potenziell krebserregend

Wie produktwarnungen.eu berichtet, wurde das Produkt zurückgerufen, weil es Rückstände des Pflanzenschutzmittels Ethylenoxid enthalten kann. Diese Chemikalie ist in Deutschland im Lebensmittelbereich bereits seit 1981 verboten* und potenziell gesundheitsgefährdend. Ethylenoxid ist krebserregend und kann Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit hervorrufen. Im Falle eines Kontaktes mit hohen Dosen kann es sogar zu Krämpfen, Zuckungen und zum Koma kommen. Im Rahmen von Tierversuchen konnte sogar nachgewiesen werden, dass es Mutationen und Fehlgeburten auslöst.

Bei der Chemikalie Ethylenoxid handelt es sich eigentlich um ein hochentzündliches Gas, das mit der Luft explosionsfähige Gemische* bilden kann. Deswegen wird es auch beim Bau von Bomben eingesetzt. Das Gas kann jedoch auch als Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden, da es Bakterien, Pilze und Viren abtötet. Immer häufiger werden Produkte aufgrund des Verdachts auf die Chemikalie Ethylenoxid zurückgerufen. Dies gilt ganz besonders für Produkte, die Sesam enthalten. Der Grund liegt auf der Hand: Indien und der Sudan sind die größten Sesam-Produzenten. In beiden Ländern ist der Einsatz der Chemikalie Ethylenoxid erlaubt. Auf diese Weise kann die Chemikalie auch in deutsche Produkte gelangen.

Sesam-Produkte häufig von Rückrufen betroffen: Grund ist verbotene Chemikalie Ethylenoxid

Erst letztens wurden beim Discounter „Action“ Sesam-Riegel zurückgerufen. Auch Lidl musste wegen des Verdachts auf eine Ethylenoxid-Belastung ein Müsli zurückrufen. Bei Rückrufen treten meist ähnliche Gründe auf*. at *merkur.de, ruhr24.de und fr.de sind Teile des Ippen-Digital-Netzwerkes.

Rubriklistenbild: © Robert Michael/dpa

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