Ungesunde Stoffe enthalten

Rückruf für Curry-Gericht - Krebsgefahr!

Wegen Krebs-Gefahr: Mehrere Curry-Gerichte sind zurzeit von einem Rückruf betroffen.
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Wegen Krebs-Gefahr: Mehrere Curry-Gerichte sind zurzeit von einem Rückruf betroffen.

Ein Hersteller informiert über einen Rückruf wegen des Stoffes „Ethylenoxid“. Nach Angaben des Herstellers sei der Verzehr nicht gesundheitsschädlich. In der EU ist der Stoff aus Gesundheitsgründen allerdings verboten.

Der Lebensmittelhersteller „Tasty Bite“ meldet einen Rückruf für vier seiner Curry-Fertiggerichte. Laut Meldung seien „geringe Mengen an Ethylenoxid“ gefunden worden, die nicht in Lebensmitteln vorhanden sein dürfen. Betroffen sind vier Geschmacksrichtungen von Tasty Bite: „Channa Masala“, „Madras Curry“, „Bombay Curry“ und „Thai Curry“.

Verbraucher, die diese Produkte bereits gekauft haben, können sich beim Verbraucherservice melden. Der Verzehr soll nach Angaben des Herstellers nicht gesundheitsschädlich sein. Doch das Bundesinstitut für Risikobewertung beurteilt das anders.

Rückruf von Curry-Gerichten: Bundesinstitut für Risikobewertung bewertet Ethylenoxid als krebserregend

Laut einer Stellungnahme des Bundesinstituts für Risikobewertung ist Ethylenoxid erbgutverändernd und krebserregend. „Rückstände des Stoffes in Lebensmitteln sind grundsätzlich unerwünscht“, heißt es.

Wegen Krebs-Gefahr: Mehrere Curry-Gerichte sind zurzeit von einem Rückruf betroffen.

Außerhalb der EU wird Ethylenoxid als Pflanzenschutzmittel eingesetzt um Pilze und Bakterien abzutöten. Diese Verwendung als Biozid ist nach europäischem Recht allerdings verboten. Da es als extrem gesundheitsschädlich und reizend für Haut und Atemwege gilt. In der EU-Verordnung 2015/868 wurde ein zugelassener Höchstgehalt für die Summe aus dem Gas Ethylenoxid sowie dem Umwandlungsprodukt 2-Chlorethanol auf 0,05 mg/kg festgelegt. Wenn dieser Wert im Lebensmittel überschritten wird, muss es aus dem Verkauf genommen werden.

Krebs-Gefahr: Immer häufiger werden Lebensmittel aufgrund ihrer krebserregenden Stoffe zurückgerufen

Zuvor wurde der Stoff erstmals im Herbst 2020 in Sesamsamen aus Indien entdeckt. Seitdem werden auch andere Lebensmittel auf den krebserzeugenden Stoff untersucht. Wie der Lebensmittelverband berichtet wurden die Analysetechniken in den privaten und amtlichen Laboratorien ausgebaut, sodass die Untersuchung im Jahr 2021 auf weitere Lebensmittel ausgedehnt wurde. Erst vor etwa einer Woche berichtete Merkur.de von der Rückruf-Aktion der EU*. Im Snickers-Eis waren Rückstände von Ethylenoxid. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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