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Rentenanpassung 2022: Steuern und Freibetrag - das muss zurückgezahlt werden

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Von: Sven Schneider

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Die Rente wird ab Juli 2022 angepasst. Rentner bekommen dann mehr Geld. Doch wann müssen Sie Steuern zurückzahlen? Wie hoch ist der Freibetrag? 

Hamm - Gefühlt hat man nach der Schulzeit sein ganzes Leben gearbeitet. Nun folgt die wohlverdiente Rente. Diese bekommen alle deutschen Bürger, die in eine Rentenkasse eingezahlt haben. Wer zwar ständig Geld eingezahlt, aber zu wenig verdient hat, der bekommt einen Zuschlag in Form der Grundrente. So oder so: Ein Anteil muss per Steuer zurückgezahlt werden.

Rentenanpassung 2022: Steuern und Freibetrag - Brutto- Nettowert ausrechnen

Wer langfristig denkt, der hat es in der nahen oder noch etwas fernen Zukunft finanziell einfacher. Viele Deutsche sorgen privat vor, um auch nach der Arbeit ein ständiges und sicheres Einkommen zu haben. Erst kürzlich durften sich viele Rentner freuen. Denn: Ab Juli werden die Bezüge erhöht. Bis zu sechs Prozent mehr Rente bekommen sie - je nachdem, wo sie leben. Wie das Bundesministerium für Arbeit und Soziales mitteilte, beträgt die Rentenerhöhung 2022 in Nordrhein-Westfalen und Westdeutschland 5,35 Prozent.

Doch ab welcher Rentenhöhe müssen deutsche Bürger Steuern bezahlen? Wie hoch fällt der Prozentsatz aus? Klar ist: Genau wie das Gehalt ist die Rente sozialversicherungspflichtig. Wie hoch der Anteil ausfällt, der von der Rente zurückgezahlt werden muss, hängt vom Rentenfreibetrag ab, der 2005 eingeführt wurde. Der beschreibt den Anteil der Brutto-Rente, der steuerfrei ist.

Rentenanpassung 2022: Steuern und Freibetrag - so viel Geld muss man abgeben

Ebenso relevant für mögliche Steuerzahlungen bei der Rente ist das Jahr des Renteneintritts sowie der jeweilige Steuerfreibetrag. Für Menschen, dessen Rente bis 2005 begonnen hat, gilt ein Rentenfreibetrag von 100 Prozent. Anschließend sinkt dieser Wert jährlich. Als Beispiel: Bereits im Jahr 2020 betrug der Rentenfreibetrag nur noch 20 Prozent. Bedeutet: 20 Prozent der Brutto-Rente bleibt steuerfrei.

Der Steuerfreibetrag hingegen ist für alle Menschen gleich. Er beschreibt die jährliche Einkommenssumme, auf die keine Steuern gezahlt werden müssen. Im Jahr 2022 stieg er auf 9984 Euro. Ein Beispiel: Wer seit 2020 in Rente gegangen ist und monatlich 1000 Euro kassiert, der muss keine Steuern zahlen. Der Grund: 80 Prozent der jährlichen Bruttorente von 12.000 Euro sind 9600 Euro. Das liegt unter dem Steuerfreibetrag von 9744 Euro.

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Rentenanpassung 2022: Steuern und Freibetrag - Brutto- Nettowert ausrechnen © Christin Klose/dpa-tmn

Der Eingangssteuersatz beträgt 14 Prozent. Wird eine Einkommensgrenze überschritten, wird die Rente mit dem nächsthöheren Steuersatz belastet. Wer den Taschenrechner nun nicht aus der Schublade holen will, der findet im Internet verlässliche Tools, um den Brutto- und Nettowert seiner Rente auszurechnen.

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