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Rente: Mit diesem Gehalt leben Sie im Alter gut

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Die Berechnung der Rente ist für viele ein Rätsel. Doch mit einer einfachen Formel lässt sich anhand des Stundenlohns berechnen, wie viel Geld man später erhält.

München - Viel Arbeit für wenig Rente*? Das kann passieren, denn die spätere Rente hängt vor allem an der Entwicklung des Gehalts. Wer jetzt also schon wissen möchte, mit wie viel Geld er im Alter rechnen kann, kann das mit der Rentenformel selbst herausfinden. Derzeit gelten laut der Deutschen Rentenversicherung (DRV) 41.541 Euro als jährliches Durchschnittsentgelt. Anhand dieses Durchschnitts werden die sogenannten Rentenpunkte bemessen. Wer also genau 41.541 Euro im Jahr verdient, erhält am Ende dieses Jahres 1,0 Rentenpunkte.

Rente: So berechnen Sie, wie viel Geld Sie im Alter erhalten

Aber wie viel muss man bei einer Wochenarbeitszeit von 37,7 Stunden verdienen, um auf ein Jahresbruttogehalt von 41.541 Euro und damit auf 1,0 Rentenpunkte zu kommen? Dieser Wert kann sich immer wieder ändern. Derzeit liegt er in den alten Bundesländern aber bei 34,19 Euro und in den neuen Bundesländern bei 33,23 Euro.

Ein Beispiel: Wer in Westdeutschland 45 Jahre lang genau das entsprechende Durchschnittsentgelt für einen Rentenpunkt, also aktuell 41.541 Euro, verdient, hat am Ende genau 45 Rentenpunkte. Das bedeutet nach der Rentenformel also 45 Mal die aktuellen 34,19 Euro und ergibt somit eine monatliche Rente von 1538,55 Euro im Monat. Bei der endgültigen Berechnung müssten noch Zu- und Abschläge (Zugangsfaktor) sowie der Rentenart-Faktor* - in der Regel also das Erreichen der Ruhestandsgrenze - beachtet werden. In unserem Beispiel gehen wir davon aus, dass es weder Zu- noch Abschläge gibt und es sich bei der Rentenart um die Rente wegen Alters* handelt.

Rentenformel für die Altersrente nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung:

Entgeltpunkte x Zugangsfaktor x aktueller Rentenwert x Rentenartfaktor = Monatliche Rentenhöhe

Durch die Rechnung mit dem Jahresgehalt lässt sich die Berechnung auch auf den Stundenlohn herunterbrechen. Bild.de hat ausgerechnet, wie viel ein Arbeitnehmer in der Stunde verdienen muss, um über dem Durchschnitt, also den 1538,55 Euro im Monat zu liegen. Dieser Betrag wird auch als Eckrente bezeichnet. Ausgegangen wird hierbei von der 37,7 Stundenwoche.

Stundenlohn 2021 in EuroMonatsrente in Euro für ein Jahr ArbeitMonatsrente in Euro nach 45 Jahren
1016,2725,39
1219,34870,47
1422,571015,54
1625,791160,62
1829,021305,70
2032,241450,78
2235,461595,86
2438,691740,93
2641,911886,01
2845,142031,09
3048,362176,17

Altersrente: So viel braucht es zum Überleben

Rentenexperte Johannes Steffen erklärte gegenüber Bild.de, dass derzeit ein Stundenlohn von 16,27 Euro nötig sei, um später als alleinstehender Rentner ohne Stütze über die Runden zu kommen. Ab 21,19 Euro würde man die Eckrente von 1538,55 Euro erhalten. Ein Friseur in München läge mit einem Tariflohn* von 12,08 Euro jedoch nur bei gut 870 Euro Rente im Monat und wäre somit auf Hilfe vom Staat angewiesen.

Auch bei Bäckern und Konditoren könnte es knapp werden. Der derzeitige Tariflohn bei ausgebildeten Fachkräften mit mindestens zwei Jahren Berufserfahrung liegt in Bayern bei 15,22 Euro. Das würde nach 45 Arbeitsjahren eine monatliche Rente von gut 1105 Euro ergeben.

Rentenansprüche haben eine Grenze

Wer dagegen im Laufe seines Arbeitslebens mehr verdient, kann auch mit einer höheren Rente rechnen. Jedoch gibt es auch eine Grenze. Diese liegt im Westen bei 85.200 Euro pro Jahr und im Osten bei 80.400 Euro. Somit können auch Top-Verdiener pro Jahr nie mehr als 2,05 Rentenpunkte im Westen und 1,94 Rentenpunkte im Osten erhalten. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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