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Petersilie ist giftig: Diese Teile des Küchenkrauts sollten Sie abschneiden

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Von: Sven Schneider

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Petersilie ist Quelle für Vitamine, Kalzium und Magnesium. Sie müssen sie jedoch richtig ernten: Petersilie ist bei nicht korrekter Verwendung giftig. 

Hamm - Die Petersilie wurde zur Giftpflanze 2023 gewählt. In nicht wenigen Haushalten steht sie in der Küche zur täglichen Verwendung beim Kochen. Das Küchenkraut ist Pflegeleicht, wächst sowohl im Beet als auch im Topf. Aber giftig? Grund zur Panik besteht deshalb nicht. Dennoch kommt es auf die Verwendung an. Einige Teile der Pflanze sollten abgeschnitten werden. Denn sonst drohen Vergiftungssymptome und ein Besuch im Krankenhaus.

Petersilie ist giftig - wann ernten und welche Teile abschneiden?

Im vergangenen Jahr war es die Kartoffel, 2023 ist es die Petersilie. Experten vom Botanischen Sondergarten in Hamburg-Wandsbek haben zum 19. Mal über die Giftpflanze des Jahres abgestimmt. Gefährlich ist die Petersilie dennoch nicht - wenn man einige Dinge beachtet.

Grundsätzlich ist die Petersilie eine gute Quelle für Vitamin B, Vitamin C, Kalzium und Magnesium. So landen Blätter und Stängel der Pflanze nicht selten in der Pfanne oder im Kochtopf, um der Mahlzeit eine gewisse Würze zu verleihen. Problematisch für die menschliche Gesundheit könnte es aber werden, sollten die Saatkörner der Petersilie auf dem Teller landen. Selbiges gilt für Tiefkühlkräuter, die krebserregende Stoffe enthalten können.

Petersilie ist giftig - welche Teile der Pflanze abgeschnitten werden sollten

Im zweiten Jahr bildet die Petersilie 30 bis 70 Zentimeter lange Blütenstiele, aus denen sich Dolden mit kleinen gelbgrünen Blüten bilden. Aus diesen bilden sich Saatkörner, die sich nicht für den Verzehr eignen. Grund dafür ist der hohe Apiol-Gehalt. Apiol ist ein wesentlicher Bestandteil ätherischer Öle der Petersilie. Es wirkt anregend auf die Unterleibsorgane und somit harntreibend und verdauungsfördernd.

Je nach Empfindlichkeit kann das aber schnell umschlagen in Reizungen, Magen- und Darmkrämpfe. Schwangere sollten den Verzehr von Petersilienöl grundsätzlich meiden. Ebenso können allergische Reaktionen auftreten, die zu Leber- und Nierenschäden führen.

Doch was ist grundsätzlich zu tun bei der Ernte? Und wo sollten Kräuter im Winter bestenfalls gelagert werden? Blüht die Petersilie noch nicht, sollte das Küchenkraut dann geerntet werden, wenn sich drei Blätter gebildet haben. Dazu schneidet man die Pflanze oberhalb der Erde am Stiel ab. Daraus wachsen später neue Blätter. Hat die Pflanze bereits begonnen zu blühen, sollte so lange gewartet werden, bis sich Samen gebildet haben. Diese können später zur Aussaat verwendet werden. Anschließend sollte die Pflanze ob des hohen Apiol-Gehalts entsorgt werden.

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