Weihnachten

Experten warnen: Darum sollte man keine bitteren Nüsse essen

Bittere Nüsse sollte man auf keinen Fall verzehren. Das gilt auch für Mandeln.
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Bittere Nüsse sollte man auf keinen Fall verzehren. Das gilt auch für Mandeln.

Nüsse landen während Weihnachten auf vielen Tellern. Bittere Exemplare sollten auf keinen Fall gegessen werden, warnen Experten. Es besteht Krebs-Gefahr.

  • Nüsse sind vor allem während Weihnachten ein beliebter Snack.
  • Bittere Exemplare sollten aber nicht gegessen werden.
  • Es besteht unter anderem Krebsgefahr.

Kassel - Neben Lebkuchen und Mandarinen werden auch Nüsse in der Zeit zu Weihnachten besonders gern gegessen. Jetzt warnt das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL), dass Nüsse mit Schimmelpilzen und deren Giften (Mykotoxinen) belastet sein können.

Beliebter Snack während Weihnachten: Experten haben Gift in Nüssen entdeckt

Das Bundesamt hatte 2019 410 Proben von Mandeln (ganz und gemahlen), Walnüssen und Pistazien genauer unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Das Gift Aflatoxin wurde in folgenden Nüssen entdeckt:

  • In 10 Prozent der Pistazien.
  • In 68 Prozent der gemahlenen Mandeln.
  • In 3 Prozent der ganzen Mandeln.

Die Experten wiesen zudem das Gift Ochratoxin A in zehn Prozent der gemahlenen und zwei Prozent der ganzen Mandeln nach.

Bittere Nüsse: Experten werteten vor Weihnachten mehrere Warnmeldungen aus

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) vermutet als Grund für diesen deutlichen Unterschied zwischen ganzen und gemahlenen Mandel-Nüssen, „dass die größere Oberfläche des Mahlprodukts mehr Eintrittsmöglichkeiten für die Schimmelpilze bietet“. Zudem steige das Risiko mit zunehmender Lagerdauer.

Die Experten werteten bereits vor Weihnachten verschiedene Warnmeldungen aus. Im Jahr 2019 wurde 48 Mal ein besorgniserregender Gehalt von Aflatoxinen in Nüssen festgestellt. Ein Großteil der belasteten Nüssen wurde bereits an der EU-Grenze zurückgewiesen. Dennoch sind immerhin noch 14 Prozent der Produkte auf den Binnenmarkt der EU gelangt - hauptsächlich Pistazien und Erdnüsse.

Weihnachten: Gift in Nüssen kann Entstehung von Krebs begünstigen

Mykotoxine stellen laut Experten ein erhebliches Risiko für die Gesundheit dar. Die Gifte könnten unter anderem die Entstehung von Krebs begünstigen. Weiter können sie Nieren und Leber schädigen, das Immunsystem beeinträchtigen und Magen-Darm-Probleme verursachen.

Schimmelpilzgifte sind besonders gefährlich. Der Grund: Sie sind geruchlos und nicht sichtbar. Der Befall der Nüsse ist auf den ersten Blick also nicht zu erkennen. Mykotoxine werden durch hohe Temperaturen nicht zerstört. Kochen, Rösten und Backen kann dem Gift nichts anhaben.

Bittere Nüsse: Auch während Weihnachten ist große Vorsicht geboten

Darum ist gerade während Weihnachten große Vorsicht geboten. Verbraucher sollten mit Nüssen, die sichtbar von Schimmel befallen sind oder abweichende sensorische Eigenschaften aufweisen, sehr bewusst umgehen. Wenn Nüsse untypisch, muffig oder sogar bitter schmecken, sollten sie sofort ausgespuckt und nicht heruntergeschluckt werden, warnt das Bundesamt.

In manchen Fällen ist Schimmel aber auch sichtbar. Verbraucher erkennen ihn auf Nusskernen und -schalen in der Regel als weißlich-grauen Belag. Er kann pelzig oder flaumig mit kleinen Härchen sein. (Jan Wendt)

Walnüsse, Haselnüsse und Co.: Das müssen Sie vor dem Essen unbedingt beachten - dann halten die Nüsse länger frisch. Vorsicht ist zudem bei Walnüssen geboten - in einigen Fällen können sie giftig sein

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