Schutz vor Covid-19

Mundschutz in der Coronavirus-Krise: Schutzmasken helfen gegen eine Ansteckung - das ist zu beachten

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Zum Schutz gegen das Coronavirus dienen verbreitet selbst genähte Schutzmasken.

Zum Schutz vor dem Coronavirus helfen Atemschutzmasken. Doch nicht alle bringen denselben Schutz. Wir verraten, welche Maske eine Ansteckung verhindert.

  • Wegen der Ausbreitung des Coronavirus wollen sich zahlreiche Menschen mit einem Mundschutz vor einer Ansteckung schützen.
  • Doch nicht jede Art von Schutzmasken ist im Kampf gegen das Sars-CoV-2-Virus hilfreich.
  • Auch den Mundschutz selber zu nähen birgt große Risiken und Gefahren.

Dortmund - Da aktuell immer noch eine große Zahl an Menschen in Deutschland am Coronavirus* erkrankt, stellt sich oft die Frage, wie sich andere Personen gegen eine mögliche Ansteckung schützen können. Dabei sind vor allem verschiedene Arten von Mundschutz gefragt, wie RUHR24.de* berichtet.

Mundschutz gegen Coronavirus: OP-Maske ist ein beliebter Artikel

Die Nachfrage nach dem Produkt ist sogar so groß, dass viele Institutionen die Schutzmasken nun selber nähen. Doch diese Varianten sind nicht für jeden gut geeignet.

Wer bislang noch nicht an der Krankheit Covid-19 erkrankt ist, die durch den Virus Sars-CoV-2 ausgelöst wird, will sich oftmals mit einem Mundschutz, wie es ihn oft in Krankenhäusern gibt, behelfen. 

Schutz gegen Krankheit Covid-19: Deshalb sind OP-Masken bedenklich

Doch Achtung: Die OP-Maske, die üblicherweise aus Vlies besteht, hilft kaum dabei, eine Ansteckung zu verhindern, sofern der Träger gesund ist. Sie ist für die Personen geeignet, die bereits mit dem Coronavirus infiziert sind und ihre Mitmenschen nicht gefährden wollen.

Der Mundschutz ersetzt daher keine sogenannte FFP- Atemschutzmaske, da trotzdem seitlich Luft an dem Produkt vorbei in den Mund strömen kann. 

"Den Mundschutz kann man damit vergleichen, sich ein Küchenrollentuch vors Gesicht zu binden", erklärt Dr. Ernst Tabori, Facharzt für Hygiene und Umweltmedizin gegenüber daher gegenüber der Apotheken Umschau.

Gegen Coronavirus: Das müsst ihr bei der OP-Maske als Mundschutz unbedingt beachten

Trotzdem ist der Mundschutz nicht komplett sinnlos. Denn durch die Abdeckung des Mundes mit der OP-Maske ist die Wahrscheinlichkeit geringer, sich mit den Händen im Alltag ins Gesicht zu fassen. Zudem bleiben einige Erreger beispielsweise beim Niesen in dem Mundschutz hängen. 

Wichtig dabei ist, dass die OP-Maske direkt weggeworfen wird, nachdem sie ein paar Stunden getragen wurde.

Mundschutz gegen Coronavirus selber nähen statt bestellen? Das spricht dagegen

Optisch ähnlich zu dem Mundschutz aus Vlies sind die Atemschutzmasken, für die auch schon die Stadt Essen eine Anleitung zum selber nähen veröffentlicht* hat. Das Problem bei dieser Art von Schutz ist allerdings, dass die selbst hergestellten Masken in der Regel keinen Filter besitzen.

Zum Schutz gegen das Coronavirus dienen verbreitet selbst genähte Schutzmasken.

 

Das ist kritisch, da sich dadurch gesunde Menschen kaum vor einer Ansteckung durch das Coronavirus, das sich in NRW weiter ausbreitet, schützen können.

Daher gibt es nun im Ruhrgebiet immer mehr Hilfsaktionen, die ehrenamtlich Mundschutz-Masken gegen das Coronavirus selber nähen und dann an Institutionen wie Krankenhäuser und Pflegedienste verteilen.

OP-Maske oder Mundschutz gegen Coronavirus selber nähen? 

Jedoch gibt es auch einen Vorteil bei der individuellen Variante der Atemschutzmaske. Denn das eigens angefertigte Produkt muss im Gegensatz zur OP-Maske nicht direkt nach dem Tragen weggeworfen werden. 

Um den selbst genähten Mundschutz wiederzuverwenden, sollte dieser in Seifenlauge eingeweicht und anschließend auf 60 Grad in der Waschmaschine gereinigt werden, wie Utopia empfiehlt.

FFP-Atemmasken: Dieser Mundschutz hilft bislang am besten gegen das Coronavirus

Den aktuell höchsten Schutz vor Keimen und Viren bieten die sogenannten FFP-Masken. Allerdings gibt es auch da Unterschiede - es gibt drei Klassen mit und ohne Ventil. FFP2 und FFP3 sind medizinischer Standard für die Behandlung Infizierter, kompletten Schutz bieten aber auch sie nicht.

Doch egal, auf welche Art von Mundschutz die Entscheidung fällt: Genauso wichtig ist es, sich gründlich die Hände zu waschen, Abstand zu den Mitmenschen zu halten und solange es geht zuhause zu bleiben.

malm

*RUHR24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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