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Leere Regale zu Weihnachten: Handel befürchtet große Lieferengpässe

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Von: Simon Stock

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Zu Weihnachten 2022 drohen Lieferengpässe in Deutschland. Wer das gewünschte Geschenk haben möchte, sollte früh zuschlagen. Vor allem ein Bereich ist betroffen.

Hamm - Lieferengpässe - entweder befürchtete oder tatsächliche - begleiten die Menschen in Nordrhein-Westfalen und ganz Deutschland nun schon seit fast drei Jahren. Erst waren es die Folgen der Corona-Pandemie, die zu leeren Regalen etwa in Supermärkten und Discountern führten, nun kommen Effekte des Ukraine-Krieges hinzu.

FeiertagWeihnachten 2022
Wann25. und 26. Dezember

Lieferengpässe zu Weihnachten: Experten befürchten leere Regale

Bis Weihnachten 2022 sind es zwar noch einige Wochen hin, doch wer sicher gehen will, dass er auch wirklich seine Wunschgeschenke unter den Weihnachtsbaum legen kann, sollte frühzeitig planen und bestellen. Der Grund: Die Zahl der Unternehmen, die mit Lieferschwierigkeiten und gestörten Lieferketten zu kämpfen haben, nimmt zu. Das berichtet unter anderem die Lebensmittel Zeitung.

Laut einer Umfrage des Ifo-Instituts (München) waren im August dieses Jahres 77,5 Prozent der Teilnehmer von den Problemen betroffen. Im Juli hatte der Wert noch bei 73,3 Prozent gelegen. Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfrage, macht weder dem Handel noch den Verbrauchern Hoffnung: „Es sieht überhaupt nicht danach aus, dass sich die Probleme in der Vorweihnachtszeit entspannen werden.“

Der deutsche Einzelhandel befürchtete bereits Ende August erneute Lieferengpässe zum Weihnachtsgeschäft. Davon betroffen seien alle möglichen Geschenke. „Manche Produkte wie elektronische Geräte, Spielwaren und Textilien aus Asien dürften an Weihnachten knapper sein“, prognostiziert Stefan Genth, der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE). 

Lieferengpässe zu Weihnachten: Vor allem Unterhaltungselektronik betroffen

Am größten sind die Probleme bei der Unterhaltungselektronik. Hier klagen laut Ifo-Institut 95,7 Prozent der Unternehmen über Lieferprobleme. Knapp dahinter folgen Fahrräder und elektrische Haushaltsgeräte mit jeweils 95,5 Prozent. Ein Grund sind hier noch immer die regelmäßigen Corona-Lockdowns in China.

Verstärkt werden die Sorgen der Händler vor dem Weihnachtsgeschäft 2022 durch weitere Faktoren. Etwa die hohe Zahl an unbesetzten Stellen im Einzelhandel, die hohe Inflationsrate in Deutschland und den enormen Verlust an Kaufkraft durch extrem gestiegene Energiekosten. Ein Entlastungspaket mit mehreren Maßnahmen soll Millionen Haushalten finanziell helfen.

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