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Kaufland-Rückruf von Fertiggericht: Sogar Bundesamt warnt Kunden

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Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit warnt aktuell vor einem Fertiggericht, das in Deutschland verkauft wurde. Es enthält eine giftige Substanz.

Deutschland – Kaum ein Tag vergeht in der Bundesrepublik noch ohne Lebensmittel-Rückruf. Diesmal trifft es ein Fertiggericht mit Nudeln. Das Bundesamt warnt vor bedenklichem Ethylenoxid, das in dem Produkt enthalten ist.

Rückruf von Nudel-Fertiggericht in Deutschland: Bedenkliche Substanz wird zur Gefahr für Kunden

Konkret betroffen sind von dem aktuellen Rückruf die „Reeva Instant Nudeln Huhn“ der SLCO GmbH & Co. KG mit den Mindesthaltbarkeitsdaten vom 29. Juni 2022 und 30. Juni 2022.

Wie das Unternehmen am Freitag (10. September) mitteilte, wurde bei Kontrollen festgestellt, dass einige Zutaten des Artikels ein Abbauprodukt von Ethylenoxid enthalten. Eine Gesundheitsgefahr kann daher nicht ausgeschlossen werden. Das Unternehmen appelliert an Verbraucher, die Nudeln auf keinen Fall mehr zu essen. Reeva betont aber auch, dass andere Gerichte nicht von dem Rückruf betroffen seien (mehr Rückrufe und Warnungen* bei RUHR24).

Kunden können Fertiggericht jetzt zurückgeben und bekommen ihr Geld wieder

Kunden, die das Produkt gekauft und noch zu Hause haben, können es überall dort zurückgeben, wo sie es gekauft haben. Der Preis wird erstattet.

Die Instant-Nudeln von Reeva wurden deutschlandweit und unter anderem bei Kaufland verkauft. Bei der Supermarkt-Kette kam es erst im August zu einem Rückruf, bei dem eine bestimmte Sorte Eier betroffen waren*.

Nudeln im Rückruf
Diese Instant-Nudeln sind belastet und werden deshalb aktuell zurückgerufen. © SLCO GmbH & Co. KG

Deshalb ist Ethylenoxid in Lebensmitteln so gefährlich für Verbraucher in Deutschland

Das Pflanzengift Ethylenoxid sorgt in Deutschland immer öfter für Rückrufe, so wurde beispielsweise zuletzt ein Nudel-Rückruf bei Lidl publik*. Aber auch in vielen anderen Produkten ist die Chemikalie vorhanden, so zum Beispiel in Sesam oder Johannisbrotkernmehl. Es könnte deswegen in Deutschland bald zu einem Massen-Rückruf von Lebensmitteln* kommen, wie es schon in anderen europäischen Ländern der Fall gewesen ist.

In Deutschland ist der Einsatz von Ethylenoxid bereits seit 1981 verboten. In anderen Ländern ist die Chemikalie allerdings noch im Einsatz und wird als Pflanzenschutzmittel eingesetzt. Sind Rückstände des Gifts in Lebensmitteln enthalten, ist das nicht ganz unbedenklich: Der Stoff steht im Verdacht, krebserregend zu sein. *RUHR24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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