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Eine Maskenpflicht beim Einkaufen? Kaufland und Lidl mit klaren Vorgaben

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Von: Dominik Jahn

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Mit dem Herbst und Winter könnte für Discounter und Supermärkte wieder eine Maskenpflicht kommen. Bei Kaufland und Lidl verfolgt man dazu eine klare Linie. In der Regierung wächst der Druck hin zur verbindlichen Einführung für den Mund-Nasen-Schutz.

Seit September sind die Corona-Infektionen wieder deutlich angestiegen. Nicht nur in Baden-Württemberg wird aktuell über viele Regelungen und Maßnahmen für Herbst und Winter diskutiert. Dabei ist auch der Mund-Nasen-Schutz in Innenräumen ein Thema. Kommt jetzt der Mundschutz beim Einkaufen zurück? Und wie reagieren die Lebensmittelhändler wie Kaufland und Lidl auf diese Überlegungen?

Im Winter 2021 war die 2G-Regel beim Einkaufen ein ganz großes Streitthema zwischen der Bundesregierung, den Ländern, den Händlern und dem Handelsverband. Von Kaufland gab es damals auf Nachfrage von echo24.de eine klare Ansage.

Maskenpflicht in Bussen und Bahnen: Auch für Lidl und Kaufland denkbar?

Von der Bundesregierung gab es zuletzt einiges an Empfehlungen, die von den Ländern umgesetzt werden können. Gerade bei der Maskenpflicht gibt es Spielraum. Die Pflicht in Bussen und Bahnen wird dabei flächendeckend verlängert, auch in Arztpraxen, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen gelten die Regelungen einheitlich. Masken in der Gastronomie, beim Einkaufen und bei Veranstaltungen können die Bundesländer individuell entscheiden.

Kaufland
HauptsitzNeckarsulm
Gründung1984 in Neckarsulm
Umsatz21 Milliarden Euro (2019)

Und wie sehen es die Unternehmen selbst? Hat man nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre vielleicht schon eigene Pläne in der Schublade. Auch bei der 2G-Regel konnten Supermärkte und Discounter wie Kaufland und Lidl per Hausrecht eigene Richtlinien für die Kunden umsetzten. Ein Kann, kein Muss.

Handelsverband hält sich mit Empfehlungen für Kaufland und Co. zurück

Auf eine Nachfrage der Redaktion, ob es mit Blick auf die steigenden Zahlen und den gewonnenen Erfahrungen bereits eine Empfehlung an den Handel geben würden, erklärte ein Sprecher des Handelsverbandes Deutschland: „Der Einzelhandel hat in jeder Phase der Pandemie alles getan, um Corona so wirkungsvoll und schnell wie möglich einzudämmen.“

Über die erneute Einführung der Maskenpflicht beim Einkauf für Kaufland, Lidl und Co. äußerte man sich zurückhaltend: „Die Expertise zu entscheiden, wann welche Maßnahmen Sinn machen und wie lange sie beibehalten werden sollten, liegt aber bei der Politik und der sie beratenden Wissenschaft.“ Die Maßnahmen müssen sich dabei aber immer „an den Kriterien der Verhältnismäßigkeit und der Wirksamkeit messen lassen“.

Schwarz-Gruppe gibt sich bei Äußerungen zur Maskenpflicht bei Lidl und Kaufland abwartend

Und auch bei der Schwarz-Gruppe mit Sitz in Neckarsulm zeigt man sich derzeit noch abwartend. Für die Unternehmensschwestern Kaufland und Lidl folgt man auch bei aktuell steigenden Corona-Zahlen und dem Blick auf Herbst und Winter eine klare Linie. Die Nachfrage von echo24.de beantwortet das Unternehmen mit einem Verweis auf schwer vorhersehbare Entwicklungen: „Wir orientieren uns grundsätzlich an den Verordnungen der Bundesländer, den jeweiligen regional gültigen Allgemeinverfügungen sowie der Corona-Arbeitsschutzverordnung und setzen diese entsprechend um.“

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach drängt derweil massiv auf die Einführung einer Maskenpflicht für Innenräume. Auch Supermärkte und Discounter könnten dann davon betroffen sein, im Herbst und Winter. Der Minister setzte am Samstag dazu einen Post bei Twitter ab und verwies auf die rasant steigenden Zahlen rund um das Oktoberfest in München. Dazu schreibt er: „ Die Entwicklung zeigt aber, was passieren wird, wenn die Länder mit der Maskenpflicht im Innenraum zu lange warten.“

In den zurückliegenden Wochen war auch eine Diskussion um kürzere Öffnungszeiten entbrannt. Auch dazu haben sich die Supermarktketten und Discounter geäußert. Bei Kaufland schiebt man bei den Überlegungen dazu die Kunden vor.

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