Hohe Temperaturen

Sommer-Hitze: Tipps zur Abkühlung am Arbeitsplatz - was sagt das Arbeitsrecht?

Die Temperaturen steigen drastisch an. Doch nicht nur draußen wird es immer heißer, auch im Büro kann es wärmer werden. Hier gibt es Tipps, um sich am Arbeitsplatz abzukühlen.

Hamm - Der Sommer ist mittlerweile in Nordrhein-Westfalen angekommen. Vor allem für den Westen sind tropische Temperaturen beim Wetter angekündigt. Doch viele verbringen die heißen Tage im Büro - zwangsläufig. Um die Arbeit etwas angenehmer zu gestalten, gibt es viele Möglichkeiten. Und überschreitet die Raumtemperatur einen gewissen Grad, ist es für Berufstätige theoretisch sogar möglich, nach Hause zu gehen.

BundeslandNordrhein-Westfalen (NRW)
Bevölkerungca. 17,9 Millionen
HauptstadtDüsseldorf

Hitze-Sommer in NRW: Tipps und Tricks zur Abkühlung am Arbeitsplatz

Ein Tipp gegen die Hitze ist das richtige Lüften. Morgens, bevor es so richtig heiß wird, sollte ausreichend gelüftet werden. Danach sollten die Fenster geschlossen bleiben. Das gilt nicht nur für Zuhause, sondern auch im Büro. Der Kollege, der als Erstes am Arbeitsplatz ist, sollte im Idealfall einmal richtig durchlüften.

Nicht zu unterschätzen ist die Wahl der Kleidung. Bei hohen Temperaturen lohnt sich der Griff zu Baumwoll- oder Leinenstoff, denn dieser gibt die Wärme schneller wieder ab. Anders sieht es bei Synthetik-Stoffen wie Polyester aus. Darin schwitzt man schnell und meist auch stärker. Auch die Passform der Kleidung spielt eine wichtige Rolle - auch am Arbeitsplatz. Wenn für den Tag richtig heiße Stunden angekündigt sind, sollte auf enge Kleidung verzichtet und zu einer etwas lockeren Passform gegriffen werden.

Einige Berufstätige haben die Möglichkeit, durch ein Arbeitszeitkonto die Arbeitszeiten zu variieren. An besonders heißen Tagen bietet es sich an, früher zur Arbeit zu gehen. Dann sind die Temperaturen noch erträglich und die Konzentration höher. Ein dicker Pluspunkt: Je früher die Arbeit beginnt, umso früher ist auch Feierabend - um die sommerlichen Tage können im Biergarten oder im Pool ausklingen lassen.

Hitze-Sommer in NRW: Tipps und Tricks zur Abkühlung am Arbeitsplatz

Dass an heißen Tagen besonders viel getrunken werden soll, ist hinlänglich bekannt. Mindestens zwei bis drei Liter sollten bei Hitze getrunken werden. Doch es spielt auch eine Rolle, was getrunken wird. Anstatt Kaffee sollte zu Tee gegriffen werden. Der kann nämlich auch bei Zimmertemperatur getrunken werden. Hilfreich kann es auch sein, dem Tee etwas zu salzen, denn beim Schwitzen verlieren wir Mineralstoffe, die so wieder aufgefüllt werden. Auf kalte Getränke sollte jedoch verzichtet werden. Zwar scheint das Kaltgetränk am Anfang erfrischend, doch der Körper muss das Getränk anschließend erwärmen. Dadurch muss der Körper noch mehr arbeiten, und man gerät schneller ins Schwitzen.

Ein weiterer Tipp, um den Hitze-Alltag gut zu überstehen: leichte Mahlzeiten essen. Ideal ist ein Salat oder frisches Obst. Umso deftiger das Essen, um so müder wird man danach.

Wer die Möglichkeit hat, sollte bei Hitze am Arbeitsplatz die Klimaanlage nutzen. Denn Durchzug allein führt nicht zum Erfolg - im Gegenteil: Durch die geöffneten Fenster kommt nur die warme Luft ins Büro. Auch ein Ventilator kann für Abkühlung sorgen. Dieser sollte jedoch nicht aufs Gesicht gerichtet werden, denn sonst droht eine Erkältung. Effektiver ist es, wenn der Ventilator auf den Oberkörper ausgerichtet wird.

Aber nicht jeder hat solche Geräte zuhause. Wie Sie Ihre Wohnung ohne Klimaanlage kühlen, fasst 24VITA zusammen.

Genug Wasser zu trinken ist gerade an heißen Sommer-Tagen sehr wichtig.

Hitze-Sommer in NRW: Tipps zur Abkühlung am Arbeitsplatz im Büro

Viele Büros verfügen zudem über Jalousien oder Rollläden, die die Hitze draußen halten können. Diese sollten auf jeden Fall heruntergelassen werden, wenn die Sonne durchs Fenster scheint. Es gibt aber auch andere Möglichkeiten, die Sonne auszusperren: Eine sogenannte Sonnenschutzfolie, die aufs Fenster aufgebracht wird, reduziert durch Reflexion die Strahlungsdurchlässigkeit.

Grundsätzlich sollte an heißen Tagen darauf geachtet werden, sich selbst nicht zu überfordern. Bei Hitze fühlt man sich schneller schlapp, deshalb sind kurze Unterbrechungen von der Arbeit von Vorteil.

Sollte all das nichts bringen, dann regelt die sogenannte Arbeitsstättenverordnung (ArbStättVO), welche Temperaturen am Arbeitsplatz geeignet sind. Sobald die Raumtemperatur die 30 Grad Celsius übersteigt, muss der Arbeitgeber geeignete Maßnahmen ergreifen, um Hitzeschäden vorzubeugen. Welche Maßnahmen der Arbeitgeber ergreift, bleibt ihm überlassen. Eine gesetzliche Regelung dazu gibt es nicht.

Empfohlen werden unter anderem ein Sonnenschutz an den Fenstern oder Bepflanzungen, die vor Lichteinfall schützen. Bei mehr als 35 Grad Celsius darf der Raum ohne geeignete Maßnahmen nicht mehr als Arbeitsraum verwendet werden. *24vita.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © dpa

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