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Viel Potenzial beim Heizkosten sparen: Bis zu 100 Euro im Monat möglich

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Von: Daniel Großert

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Viele Menschen fragen sich derzeit: Wie kann ich Heizkosten sparen? Experten sehen fast überall großes Potenzial. Bis zu 100 Euro im Monat sind möglich.

Hamm - Nur die wenigsten Menschen in Nordrhein-Westfalen und ganz Deutschland haben sich in den vergangenen Wochen und Monaten Gedanken über ihre Heizkosten gemacht. Die Preise für Energie sind so hoch wie nie und viele fürchten, dass sie ihre Rechnungen für Gas, Strom oder Heizöl nicht mehr bezahlen können. Allerdings sehen Experten in den allermeisten Haushalten ein enormes Potenzial für Einsparungen.

Heizkosten sparen: Experten sehen enormes Potenzial - „90 Prozent verbrauchen zu viel“

Zwar sei die Bereitschaft zum Energiesparen in der Bevölkerung angesichts der aktuellen Energiekrise so hoch wie nie, weiß Tanja Loitz, Geschäftsführerin der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online. Aber: „Gleichzeitig zeigt der Heizspiegel, dass 90 Prozent der Haushalte in Deutschland noch zu viel Heizenergie verbrauchen“, führt sie weiter aus. Das hat laut Tanja Loitz vor allem zwei Gründe: „Die meisten Menschen schätzen ihren Verbrauch und den Einfluss schon kleinster Maßnahmen auf die Kosten falsch ein - oder verstehen ihre Heizkostenabrechnung nicht.“

Bei den aktuell hohen Energiepreisen sei das verheerend. Dabei ließen sich die Heizkosten durch effizientes Heizen und eine energetische Sanierung des Hauses oder der Wohnung deutlich senken, erklärt co2online. Die Experten beziffern das Sparpotenzial bei den Heizkosten für eine 70 Quadratmeter große Wohnung auf durchschnittlich 640 Euro im Jahr - also mehr als 50 Euro im Monat. In einem Einfamilienhaus mit 110 Quadratmetern Wohnfläche liege es sogar im Schnitt bei 1220 Euro jährlich, was mehr als 100 Euro monatlich bedeutet. Wie groß das persönliche Sparpotenzial ist und wie es sich möglicherweise noch steigern lässt, kann mit dem kostenlosen Heizkosten-Rechner von co2online ermittelt werden.

Heizkosten sparen: Starker Anstieg wie aktuell „noch nie verzeichnet“

Mit den von der Beratungsgesellschaft errechneten Geld-Summen ließen sich sogar die durchschnittlichen Mehrkosten für Heizenergie, die in diesem Jahr wohl auf Verbraucher zukommen, auffangen. Bei einer Gasheizung ist in einer 70-Quadratmeter-Wohnung laut co2online mit zusätzlichen Heizkosten von 550 Euro rechnen. Wer in einer Wohnung dieser Größe mit einer Ölheizung heizt, sollte Mehrkosten von voraussichtlich 495 Euro einplanen. „Solch ein starker Anstieg der Heizkosten wurde seit der ersten Veröffentlichung des Heizspiegels im Jahr 2005 noch nie verzeichnet“, berichtet Tanja Loitz.

Aber auch in den Bereichen Fernwärme, Wärmepumpe oder Holzpellets steigen die Heizkosten: Bei der Fernwärme prognostiziert co2online für das Jahr 2022 einen vergleichsweise moderaten Anstieg um acht Prozent. Bei der Wärmepumpe (plus 53 Prozent), die als Alternative zur Gasheizung nicht für jeden infrage kommt, und den Holzpellets (plus 54 Prozent) fällt er jedoch ähnlich hoch aus wie beim Heizöl (plus 53 Prozent). Mit 67 Prozent fällt der erwartete Anstieg der Heizkosten beim Gas am höchsten aus.

Doch schon durch simple und vor allem meist kostenlose Mittel kann man ordentlich Heizkosten sparen: Mietern und Eigentümern empfiehlt co2online zum Beispiel, dreimal täglich fünf Minuten bei ausgestellter Heizung stoßzulüften. Zudem sollte man die Heizkörper regelmäßig entlüften und entstauben. Auch helfe es, Vorhänge für zusätzliche Isolierung in der Nacht geschlossen zu halten.

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