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Gasheizungen verboten: Geräte müssen auf lange Sicht ausgetauscht werden

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Von: Sven Schneider

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Gasheizungen stehen in Deutschland vor dem Aus. Bald wird es ein Verbot gegen ihren Einbau geben. Darauf müssen Sie beim Austausch achten.

Hamm - Die Angst vor der nächsten Nebenkostenabrechnung ist groß bei den Verbrauchern in Deutschland. Heizen mit Gas ist auch aufgrund des Ukraine-Kriegs teuer wie schon lange nicht mehr. Nachzahlungen in dreistelliger Höhe gehören mittlerweile zur Normalität. Doch damit soll schon bald Schluss sein. Die Bundesregierung will den Gasheizungen in Nordrhein-Westfalen und ganz Deutschland ein jähes Ende setzen.

Verbot von Gasheizungen: Dann will die Bundesregierung handeln

Der deutsche Gebäudesektor hat im vergangenen Jahr die Klimavorgaben nicht einhalten können. Zwei Millionen Tonnen Treibhausgas wurden zu viel ausgestoßen. „Wir müssen die Art und Weise, wie wir unsere Häuser beheizen, verändern“, forderte Bauministerin Clara Geywitz (SPD). Zusammen mit dem Wirtschaftsministerium von Robert Habeck (Grüne) wurde deshalb ein Sofortprogramm aufgestellt. So sollen schon 2024 keine neuen Gasheizungen mehr eingebaut werden dürfen.

Aufgrund der aktuellen Dringlichkeit hat die Regierung laut Informationen des Spiegel diesen Schritt um ein Jahr nach vorne gezogen. Ein Vermieter hatte kürzlich sogar die Warmwasserzufuhr gekürzt. Ursprünglich wurde im Koalitionsvertrag der Ampel-Regierung vereinbart, dass jede neu installierte Heizung zu mindestens 65 Prozent aus erneuerbaren Energien bestehen muss. Aber: Endgültig beschlossen ist dieser Plan noch nicht.

Verbot von Gasheizungen: Austausch ist teuer - Staat unterstützt

Doch was bedeutet das für Verbraucher in Deutschland, die aktuell mit einer Gasheizung die eigenen vier Wände heizen? Laut Gebäudeenergiegesetz müssen Immobilieneigentürmer die Gasheizung nach spätestens 30 Jahren austauschen. Dies gilt für Öl- und Gas-Heizkessel, die älter als 30 Jahre sind, eine übliche Größe haben (4-400 kW Heizleistung) und bis zum vermeintlichen Stichtag 1. Januar 2024 installiert wurden. Dies gilt jedoch nicht für Brennwert- und Niedertemperatur-Kessel. Welchen Kessel Verbraucher besitzen, können sie beim bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger anfragen. Da aber einige Gasheizungen schon nach zehn bis 15 Jahren einen Leistungsabfall aufweisen, könnte sich schon ein frühzeitiger Wechsel lohnen.

Klar ist aber auch: Das Austauschen der Heizung ist kostspielig. Wer dabei auf erneuerbare Energien setzt, wird von der Bundesregierung unterstützt. So unterstützt der Staat unter anderem Privatpersonen mit Zuschüssen und zinsgünstigen Krediten. Dies gilt besonders beim Tausch der alten Gasheizung mit Hybrid-Systemen, erneuerbare Energien und auch Energieberater, die das passende System für die eigenen vier Wände finden.

Als vielversprechend und gar als Schlüsseltechnologie bezeichneten die Ministerien besonders die Wärmepumpe, die langfristig gar klimaneutral betrieben werden könne. Aufgrund des hohen Effizienzgrades könnte diese treibhausgasneutral arbeiten. Allerdings ist die Wärmepumpe nicht in alles Haushalten sinnvoll. Einhergehen können immense Zusatzkosten.

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