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Energieversorger in NRW erhöht Gaspreise um 133 Prozent - Rechnung schmerzt

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Von: Kristina Köller

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Gas wird teurer - das war zu erwarten und tut Verbrauchern weh. Energieversorger in NRW ziehen die Preise nun deutlich an. Die Kölner RheinEnergie erhöht sogar um 133 Prozent.

NRW - Die allermeisten Menschen hatten ihre Gasverträge bereits abgeschlossen, als Russland noch zuverlässig Gas lieferte. Insofern waren Diskussionen um künftig saftige Preise für sie eher theoretischer Natur. Doch so langsam kommen die Preise im Alltag vieler Menschen an - auch in NRW.

BundeslandNordrhein-Westfalen (NRW)
Bevölkerung17,9 Millionen
MinisterpräsidentHendrik Wüst (CDU)

Gas teurer: Energieversorger RheinEnergie mit Preissteigerung

Der Energieversorger RheinEnergie etwa hat am Montag, 1. August, angekündigt, dass die Gaspreise ab Oktober massiv steigen werden. In Zahlen: Für eine Kilowattstunde Erdgas müssen dann 18,30 Cent gezahlt werden - anstatt wie bisher 7,87 Cent. Das entspricht einer Steigerung von 133 Prozent. Der Mitteilung zufolge bleibt immerhin der Grundpreis gleich.

Und wer genau ist betroffen? Neukunden als auch Kunden mit laufenden Verträgen, die keinen Festpreis vereinbart haben. Während das Unternehmen nicht sagt, wie viele Kunden von den Preissteigerungen betroffen sind, schätzen Fachkreise, dass es rund 150.000 sein werden.

Als Grund nennt die RheinEnergie die gestiegenen Beschaffungskosten. Auf dem Weltmarkt sei Erdgas um 450 Prozent teurer geworden verglichen mit den Jahren 2021/2022. Auch wenn das Unternehmen langfristig Gas kaufe, sei dies nicht zu kompensieren.

Gaspreise erhöht: Kunden von Rheinenergie müssen mehr zahlen

Das Unternehmen macht auch eine Beispielrechnung auf, die verdeutlicht, wie hoch die Preissteigerung beim Gas für Kunden wirklich ist: Bei einem Verbrauch von 10.000 Kilowattstunden im Jahr wurden demnach bislang 960 Euro fällig. Künftig werden es dann 2002 Euro sein.

„In einer großen Wohnung oder einem kleineren Einfamilienhaus mit 15.000 Kilowattstunden Jahresbedarf betragen die neuen Jahreskosten rund 2.918 Euro (vorher: rund 1.353 Euro), das sind knapp 116 Prozent mehr“, heißt es.

Doch das Unternehmen RheinEnergie ist nicht das einzige, das nun die Preise anzieht. Schon vorher haben nach Angaben des Vergleichsportals Verivox 218 Anbieter in NRW für Juli bis Oktober Preiserhöhungen angekündigt. Dazu zählen Eon, die Dortmunder Energie- und Wasserversorgungs GmbH und die Stadtwerke Duisburg, um nur einige Beispiele zu nennen. Die Erhöhungen bewegen sich laut WDR zwischen 16 und 125 Prozent - im Durchschnitt liegen sie bei 41,7 Prozent.

Gas-Umlage kommt erschwerend hinzu

Was für Verbraucher erschwerend hinzu kommt, ist, dass sie bald die Gas-Umlage zahlen müssen. Diese kommt voraussichtlich ab 1. Oktober und dient dazu, die Energieversorger von den stark gestiegenen Preisen an den Gasmärkten zu entlasten. Unklar ist derzeit noch, wie hoch diese Umlage ausfallen wird. Momentan ist die Rede von 1,5 bis 5 Cent pro Kilowattstunden. Schmerzhaft ist, dass diese Beträge noch auf die ohnehin schon saftigen Preise oben drauf kommen.

Energieversorger in NRW erhöhen die Preise. Beim Blick auf die Abrechnung dürfte sich also manch einer erschrecken.
Energieversorger in NRW erhöhen die Preise. Beim Blick auf die Abrechnung dürfte sich also manch einer erschrecken. © Patrick Pleul/dpa

Wer Gas sparen will, sollte diese einfachen Wassertricks kennen, um die Kosten zu senken. Unterdessen sehen sich viele Menschen nach einer Alternative zur Gasheizung um. Doch eine Wärmepumpe ist nicht immer sinnvoll. Eine schlechte Idee ist es auch, aus Spar-Gründen auf einen Heizlüfter statt auf eine Gasheizung zurückzugreifen.

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