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Das ändert sich im Dezember: Handyvertrag, Deutsche Bahn, Feuerwerk, Privatsphäre

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Von: Tobias Hinne-Schneider

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Das ändert sich im Dezember: Die Deutsche Bahn stellt ihren Fahrplan um, Impfungen für Kinder gegen Corona werden erwartet.

Hamm - Der Dezember bringt nicht nur den Nikolaus, Heiligabend und Weihnachten mit sich, sondern auch einige Änderungen für die Bürger in Deutschland. Sie betreffen unter anderem Internet- und Handyverträge, die Deutsche Bahn, Kosten bei Servicenummern und Corona-Impfungen bei Kindern zwischen 5 und 11 Jahren. Wir listen auf, was sich im Dezember ändert.

LandDeutschland
HauptstadtBerlin
Bevölkerung83.155.031 (31. Dezember 2020)

Das ändert sich im Dezember: Internetgeschwindigkeit

Ist die Internetgeschwindigkeit nicht so hoch wie vom Anbieter versprochen, haben Kunden künftig das Recht, weniger zu bezahlen. Alternativ können Kunden den Vertrag sofort - ohne Kündigungsfrist - kündigen. Werden zum Beispiel nachweislich nur 100 Mbit/s der zugesagten 200 bereitgestellt, besteht ein Minderungsrecht von 50 Prozent. Bei einem kompletten Ausfall des Internets bekommen Verbraucher eine Entschädigung, wenn die Störung nicht innerhalb von zwei Arbeitstagen beseitigt ist.

Das ändert sich im Dezember: Corona-Impfungen für Kinder zwischen 5 und 11 Jahren

Noch vor Jahresende will die Ständige Impfkommission (Stiko) ihre Empfehlung zu Impfungen für Kinder von fünf bis elf Jahren gegen das Coronavirus abgeben. Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) hatte den Impfstoff von Biontech vor wenigen Tagen für Kinder zugelassen. Ab dem 20. Dezember stehen 2,4 Millionen Impfdosen für Kinder bereit. Das kündigte der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) an.

Das ändert sich im Dezember: Deutsche Bahn wechselt den Fahrplan und zieht Preise an

Die Deutsche Bahn stellt auf den Winterfahrplan um. Ab dem 12. Dezember ändern sich Verbindungen. Zu den wichtigsten Neuerungen gehören ICE-Sprinter-Züge, die Großstädte schneller miteinander verbinden. Beispielsweise fährt ein solcher Zug dann dreimal täglich zwischen Köln und Berlin - ohne Stopp. Zusätzlich gibt es neue Verbindungen ins Ausland, darunter auch Nachtzüge. Der Winterfahrplan ist bis zum 11. Juni 2022 gültig.

Das ändert sich im Dezember: die wichtigsten Regeln im Überblick. Die Deutsche Bahn stellt ihren Fahrplan um und Impfungen für Kinder gegen Corona werden erwartet.
Die Deutsche Bahn stellt den Fahrplan um. Der Winterfahrplan ist bis zum 11. uni 2022 gültig. © Carsten Koall/dpa

Die Tickets im Fernverkehr steigen mit dem neuen Fahrplan um durchschnittlich 1,9 Prozent. Bahncards werden um 2,9 Prozent teurer. Im Nahverkehr steigen die Preise ebenfalls - durchschnittlich sind es dort 1,7 Prozent.

Das ändert sich im Dezember: Privatsphäre im Internet

Am 1. Dezember tritt ein Gesetz in Kraft, das den Umgang mit Datenanfragen vereinfachen und das digitale Erbe sichern soll. Kernpunkt ist die Idee, dass Nutzer auf ihrem Gerät künftig an einer zentralen Stelle über den Zugang zu ihren Informationen entscheiden können, schreibt die Deutsche Presseagentur (dpa).

Das ändert sich im Dezember: Vertragslaufzeiten von Internet- und Handyverträgen

Es gibt Änderungen im Telekommunikationsgesetz: Weiterhin dürfen Verträge bei Telefon-, Internet- und Handyanbietern eine Vertragslaufzeit von 24 Monaten haben, eine automatische Verlängerung, die erst nach einem Jahr gekündigt werden kann, ist dann nicht mehr gültig. Wer einer Verlängerung nicht zugestimmt bzw. nicht gekündigt hat, kommt künftig mit einer einmonatigen Kündigungsfrist aus seinem Vertrag.

Das ändert sich im Dezember: Pfändungsschutz

Verschuldete Verbraucher bekommen ab dem 1. Dezember mehr Möglichkeiten, Geld auf einem Pfändungsschutzkonto anzusparen. So wird die Frist für die Übertragung von nicht verbrauchten, pfändungsfreien Guthaben von einem Monat auf drei Monate verlängert. Dadurch sollen die Betroffenen höhere Summen ansparen können.

Schuldner haben grundsätzlich die Möglichkeit einen Teil ihres Geldes zu sparen, um weiter Miete und Versicherungen zahlen zu können. Pfändungsschutz gilt künftig auch bei Gemeinschaftskonten. Zudem werden die Pfändungsfreigrenzen jährlich angepasst. 1253 Euro pro Monat werden bei Einzelpersonen vor dem Zugriff von Gläubigern geschützt.

Das ändert sich im Dezember: Feuerwerk für Jedermann?

Ist Straßenfeuerwerk wieder für Jedermann erwerblich? Im Jahr 2020 wurde der Kauf von Feuerwerkskörpern in ganz Deutschland wegen der Corona-Pandemie verboten. Städte in Deutschland richteten gar Verbotszonen ein. Umweltschützer, Tierschützer, die Gewerkschaft der Polizei (GdP) und einige Ärzte fordern laut dpa eine Wiederholung der Einschränkung. Ein Posting zum Böllerverbot auf Twitter wurde kürzlich im Netz gefeiert. Die Niederlande wollen Feuerwerk beispielsweise verbieten.

Das ändert sich im Dezember: Servicenummer (0180) werden günstiger

Servicenummern sind oft der letzte Ausweg für Verbraucher, wenn etwas nicht wie gewünscht funktioniert. Der Haken bislang: Sie sind teuer. Ein Anruf kostet aus dem Festnetz laut Bundesnetzagentur derzeit 9 Cent je Minute, aus den Mobilfunknetzen dagegen in aller Regel 42 Cent pro Minute.

Dies sei nicht mehr zeitgemäß, urteilte die Bundesnetzagentur im Sommer. Zum 1. Dezember werden die Preise deshalb vereinheitlicht. Ein Anruf kostet dann noch zwischen 6 Cent pro Anruf und 20 Cent pro Minute, unabhängig davon, ob vom Handy oder Festnetz angerufen wird.

Das ändert sich im Dezember: 20 Cent mehr für Arzneimittel

Fertigarzneimittel kosten ab dem 15. Dezember 20 Cent mehr. Der Zuschlag fließt in pharmazeutische Dienstleistungen. Nacht- und Notdienste werden davon beispielsweise finanziert, so die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. *wa.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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