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Vorsicht bei der Jobsuche: Hinter Traumjob können Betrüger stecken

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Von: Kristina Köller

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Als App-Tester 1000 Euro im Monat verdienen - das klingt wie ein Traumjob. Hinter solchen Angeboten stecken jedoch Kriminelle. Das Bundeskriminalamt warnt.

NRW - Manche Job-Angebote klingen zu schön, um wahr zu sein. Und so warnen die Sicherheitsbehörden aktuell vor einer bestimmten kriminellen Masche: Apps zu testen und dafür bis zu 1000 Euro im Monat zu verdienen - das klingt für viele Jobsuchende sehr interessant. Doch solche Angebote seien häufig kriminell, warnt unter anderem das Bundeskriminalamt in einer Pressemitteilung.

BehördeBundeskriminalamt
HauptsitzWiesbaden
Gründung15. März 1951, Wiesbaden

App-Tester mit Traumverdienst: Hinter vermeintlichem Traumjob stecken Kriminelle

Solche vermeintlichen Jobs dienen demnach dazu, persönliche Daten zu stehlen und sie für kriminelle Zwecke einzusetzen. Das Bundeskriminalamt (BKA), das Bayerische Landeskriminalamt (BLKA) und das Zollkriminalamt (ZKA) haben dies bei ihrer gemeinsamen Bekämpfung des Online-Drogenhandels einmal mehr festgestellt und einen gemeinsamen Warnhinweis veröffentlicht, heißt es.

Doch wie gehen Kriminelle vor? Und was erwartet die Opfer der Masche? Das BKA erklärt:

Jobsuchende, die auf die oben beschriebenen Stellenanzeigen reagieren, werden von Kriminellen als vermeintliche Testpersonen angeworben. Den Opfern wird suggeriert, sie würden Apps verschiedener Online-Banken testen. Im Zuge dessen werden sie dazu verleitet, bei verschiedenen Banken Online-Girokonten zu eröffnen. Die Konten sind jedoch - anders als es die Täter die Opfer glauben machen - keine Testkonten, sondern echte Bankverbindungen.

Die Opfer erhalten entweder von den Tätern E-Mail-Adressen und Passwörter zum Eröffnen der Konten oder werden aufgefordert, die Zugangsdaten nach der Eröffnung der Konten zu „Analysezwecken“ zu übermitteln. Im nächsten Schritt ändern die Täter die Passwörter, so dass sie selbst den vollen Zugang zu den Konten erhalten. Die Täter nutzen diese zum Beispiel als Einzahlungskonten für Bestellungen im Online-Drogenhandel. So können sie die Herkunft von illegal erlangten Geldern verschleiern und sind für die Polizei nicht zu ermitteln. Denn deren Spur führt nur zu den regulären Kontoinhaberinnen und -inhabern – und damit zu denjenigen, die sich als vermeintliche App-Tester zur Verfügung gestellt haben.

App-Tester: BKA warnt vor kriminellen Job-Angeboten

Die Warnung der Behörden ist eindeutig: Personen, die solche Angebote - beispielsweise zu finden als Zeitungsannoncen, aber auch online - für eine Tätigkeit als App-Tester annehmen, riskierten, dass ihre persönlichen Daten im Internet veröffentlicht und für zum Teil erhebliche Straftaten im In- und Ausland missbraucht würden. Zudem könnten sie selbst als Kontoinhaber in den Fokus von polizeilichen Ermittlungen geraten, etwa wegen des Vorwurfs von Geldwäsche.

Wie immer bei Betrugsmaschen fragt man sich natürlich, wie man sich schützen und dubiose Angebot erkennen kann. „Achten Sie auf die Seriosität der Firma, die Nebentätigkeiten anbietet, damit Sie nicht Gefahr laufen, sich bei illegalen Tätigkeiten strafbar zu machen“, so das BKA. Unseriöse Angebote erkenne man daran, dass die Kontaktaufnahme über Messenger-Dienste erfolge oder auffällige Rechtschreib- und Grammatikfehler in der Anzeige enthalten seien. Auch überdurchschnittlich hohe Verdienste für einfache Tätigkeiten sollten demnach ein Warnzeichen sein.

Das Bundeskriminalamt warnt vor vermeintlichen Jobs als App-Tester. Kriminelle nutzen ihre Opfer mit solchen Angeboten auf perfide Weise aus.
Das Bundeskriminalamt warnt vor vermeintlichen Jobs als App-Tester. Kriminelle nutzen ihre Opfer mit solchen Angeboten auf perfide Weise aus. © Fabian Sommer/dpa

„Geben Sie grundsätzlich nie sensible Daten wie Ausweispapiere, Kontodaten oder andere persönliche Daten im Internet preis, wenn die seriöse Nutzung dieser Daten nicht verifiziert werden kann“, lautet eine weitere Warnung. Und: Wer Opfer einer solchen betrügerischen Masche geworden ist, soll sich direkt an die örtliche Polizeidienststelle wenden.

„This call is from Europol“: Auch dieser Anruf vermeintlicher Ermittler kam schon bei einigen Menschen in Deutschland an. Dahinter stecken Betrüger. So reagiert man richtig.

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