Krankmeldung

Arbeit und Corona-Impfung: Das müssen Arbeitnehmer wissen

Immer mehr Menschen in Deutschland werden gegen Corona geimpft. Was darf ich, was muss ich als Arbeitnehmer im Bezug auf die Corona-Impfung wissen?

Hamm - Die Corona-Impfungen in Deutschland nehmen endlich etwas Tempo an. Doch welche Auswirkungen haben sie auf den Arbeitsplatz und die Entscheidungen von Arbeitnehmern? Können sie sich krankmelden, nachdem sie geimpft wurden? (News zum Coronavirus)

VirusSARS-CoV-2
Wissenschaftlicher Namesevere acute respiratory syndrome coronavirus 2
IdentifikationAnfang 2020

Arbeiten und Corona-Impfungen: Krankmeldung für Nebenwirkungen?

Die Corona-Zahlen in Deutschland steigen, die Bundes-Notbremse ist beschlossen. Zugleich ist es für immer mehr Menschen möglich, sich gegen Corona impfen zu lassen. Doch was bedeutet das für den Job?

Es kann sein, dass nach einer Impfung gegen Corona Nebenwirkungen auftreten. Gerade nach der ersten Impfung mit Astrazeneca und der zweiten Impfung mit den mRNA-Impfstoffen Moderna und Biontech können die Geimpften Symptome entwickeln.

Nebenwirkungen von Astrazeneca und Biontech: Darauf sollten Geimpfte achten

Zu den Nebenwirkungen gehören bei Astrazeneca in über 50 Prozent der Fälle Abgeschlagenheit und Kopfschmerzen, sowie Krankheitsgefühl und bei einem Drittel der Geimpften erhöhte Temperatur. Bei knapp 8 Prozent der Geimpften kann Fieber auftreten.

Bei den Impfungen mit Moderna und Biontech treten Nebenwirkungen häufig nach der zweiten Impfung auf. Zu diesen gehören Kopfschmerzen, Müdigkeit, erhöhte Temperatur und Schmerzen an der Einstichstelle.

Die Impfungen können also je nach Veranlagung starke Immunreaktionen hervorrufen, die einige Tage anhalten können. Krankschreibungen sind dementsprechend nach der Impfung möglich.

Durch einige Fälle von Thrombosen nach Impfungen sollen Geimpfte auf Symptome wie starke, anhaltende Kopfschmerzen, Kurzatmigkeit, Beinschwellungen, anhaltende Bauchschmerzen, neurologische Symptome oder punktförmige Hautblutungen achten. Treten Nebenwirkungen vier bis 16 Tage nach der Impfung noch auf, sollten Geimpfte sofort einen Arzt oder ein Krankenhaus aufsuchen.

Corona-Impfung während der Arbeitszeit: Termine werden oft vorgegeben

Wenn sich Arbeitnehmer gegen das Coronavirus impfen lassen möchten, gibt es Regeln, ob die Impfung während ihrer Arbeitszeit erfolgen darf. Grundsätzlich sollten Arzttermine außerhalb des Jobs wahrgenommen werden, sagt der Deutsche Beamtenbund.

Für die Corona-Impfung gibt es Sonderregeln, da die Terminwahl derzeit noch sehr eingeschränkt möglich ist. So planen einige Unternehmen, selbst gegen Corona zu impfen und können ihre Belegschaft dementsprechend in der Arbeitszeit impfen.

Angestellte des öffentlichen Dienstes können sich bezahlt freistellen lassen, um ihren Impftermin wahrnehmen. Dafür müssen sie nachweisen, wie lange sie (inklusive Wegezeiten) ihre Arbeit verlassen werden.

Auch andere Beschäftigte können Vereinbarungen mit ihrem Arbeitgeber treffen, um den Termin während ihrer Arbeitszeit wahrnehmen zu können. Sie haben dann Anspruch auf Entgelt, müssen den Termin jedoch vorher mit Ihrem Chef oder Ihrer Chefin abklären.

Corona-Impfung: Keine Impfpflicht in Deutschland

Es gibt keine Impfpflicht in Deutschland. In der Coronavirus-Impfverordnung ist sie nicht vorgesehen. Laut Angaben des Beamtenbundes gibt es, weil es eben keine gesetzliche Impfpflicht gibt, auch für Arbeitgeber keine Möglichkeit eine Corona-Impfung vertraglich verpflichtend zu machen.

Es dürfen keine Nachteile entstehen, weil sich Arbeitnehmer nicht impfen lassen möchten. Sie müssen Ihrem Arbeitgeber aber mitteilen, ob Sie geimpft sind. Auch wenn Sie an Covid-19 erkranken sollten, weil Sie sich nicht impfen gelassen haben, dürfen Ihnen keine Nachteile drohen.

Im medizinischen Bereich und in der Pflege haben Arbeitgeber jedoch das Recht nach dem Impfstatus zu fragen. Ob jemand geimpft ist, kann also darüber entscheiden, wo er beruflich eingesetzt wird.

Rubriklistenbild: © Bellgardt/wa.de

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