Diskussion auf Facebook

Aldi: Aufregung wegen Weihnachtsstern - Discounter reagiert trocken auf Vorwürfe

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Winterstern oder Weihnachtsstern, das ist hier die Frage...

Der Discounter Aldi hat auf Facebook einen empörten Nutzer gekontert. Grund für den ganzen Ärger ist eine in der Vorweihnachtszeit beliebte Topfpflanze.

  • Ein neues Produkt von Aldi sorgt auf Facebook für Diskussion.
  • Aldi kontert dem Kunden humorvoll.
  • Der Discounter positioniert sich außerdem klar.

München - Erst ab dem 7. November ist er bei Aldi zu kaufen, aber bereits jetzt ein Aufregerthema: der Winterstern. Denn auf der Facebook-Seite des Discounters hat sich ein Kunde über die Namensgebung der Topfpflanze empört. 

Beliebter Weihnachts-Klassiker sorgt für Aufregung - Aldi kontert

Der Kunde ist der Meinung, das Produkt müsse als Weihnachtsstern verkauft werden. Dieser habe als Zimmerpflanze in Deutschland seit vielen Generationen Tradition und gehöre damit „zu unserer gewachsenen christlich-abendländischen Kultur“, argumentiert er und wütet im weiteren Verlauf seiner Nachricht über den „vorauseilende[n] Gehorsam, der sich nahtlos in die Umbenennungen von Weihnachtsmärkten in ‚Wintermärkte‘ anschließt“. Doch damit noch nicht genug. Er ist sich zudem sicher: Die Gründer der Kette würden „in ihrer Urne rotieren, ob der Unterwerfung der neuen Aldi-Süd-Administration gegenüber linken Foren und dem Islam.“ 

Aldi: Winterstern und Weihnachtsstern sind zwei verschiedene Produkte

Einen solchen Post kann das Unternehmen natürlich nicht unbeachtet lassen und antwortet auf zweierlei Weisen. Zunächst klärt es ein Missverständnis auf: Den „klassischen roten Weihnachtsstern“ wird es auch in diesem Winter bei Aldi geben. Verkauft wird er ab dem 21. November. Beim Winterstern, der bereits ab dem 7. November verfügbar ist, handelt es sich lediglich um eine Abwandlung dieses Produkts. 

Zwei verschiedene Produkte brauchen zwei verschiedene Namen - so weit, so logisch. Doch damit lässt es der Discounter noch nicht bewenden. Wenn dem Kunden der Produktname derart missfalle, dürfe er den Winterstern „auch gerne Horst nennen, wenn du dich damit besser fühlst“, so der humorvoll-bissige Vorschlag des Discounters.

Aldi positioniert sich klar: #KeinPlatzFürRassismus

Damit ist die eigentliche Frage beantwortet. Doch Aldi - aktuell aufgrund des kommenden Brexits bestens gelaunt - geht noch auf einen weiteren Punkt ein: „Seit jeher begrüßen wir und unsere Gründer alle Menschen, gleich welcher Religion, sozialer, ethischer oder nationaler Herkunft oder Staatsangehörigkeit. Deine seltsamen Mutmaßungen darfst du gerne anderswo verbreiten, aber bitte nicht hier.“ Abgerundet wird das Ganze, wie im Netz nicht unüblich, von einem Hashtag. Und den nutzt der Discounter, um sich ganz klar zu positionieren: #KeinPlatzFürRassismus.

Aufregung um Weihnachtsklassiker: Facebook-User sind auf der Seite von Aldi

Auch wenn diese Aussage nicht allen Usern gefällt - neben dem Verfasser des ursprünglichen Beitrags werfen noch eine Handvoll Nutzer dem Discounter vor, über das Ziel hinausgeschossen zu sein - der Großteil der User stimmt offenbar dieser Sichtweise zu. Der entsprechende Kommentar der verifizierten Aldi-Seite erhielt Reaktionen von bisher beinahe 100 Facebook-Usern (Stand 5. November). Nur zwei verwendeten ein wütendes Emoji - ein Indikator für die hohe Zustimmung. Der Ursprungsbeitrag des Kunden sammelte derweil knapp über 30 Reaktionen. Fast die Hälfte davon fällt auf das lachende Emoji. Dies könnte dafür sprechen, dass sich diese Nutzer über den Beitrag lustig machen, ohne dem Inhalt zuzustimmen. 

Aldi: auch AfD kritisierte Discounter bereits

Zuvor hatte die Alternative für Deutschland (AfD) mit einem ähnlichen Vorwurf an Aldi für Häme im Netz gesorgt. 

Video: Kundin postet gefährlichen Salat von Aldi auf Facebook

Entsetzte Reaktionen zog dagegen der Fund einer gequälten Katze nach sich, die im Mai tot in einem Einkaufswagen des Discounters vorgefunden wurde. In diesem Fall haben sich nun neue Entwicklungen aufgetan. Für Aufregung sorgte unlängst auch der Fund einer Hundesbesitzerin im Aldi-Futter für ihren kleinen Liebling.

huc

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