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Warnung vor Aldi-Milch: Organisation deckt Werbe-Lüge des Discounters auf

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Von: Jessica Jung

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Aldi wirbt für die Milch der Eigenmarke, doch damit ist Food Watch nicht einverstanden. Das Unternehmen geht von einer dreisten Werbe-Lüge aus.

Dortmund – Der Klimaschutz rückt immer mehr in den Vordergrund. Somit ist es kein Wunder, dass viele Unternehmen nun mit „klimaneutralen“ Produkten werben. Doch halten diese tatsächlich, was sie versprechen? Bei den steigenden Preisen der Milchprodukte sollte man das zumindest meinen.

DiscounterAldi
Gründung1961, Essen
GründerKarl Albrecht, Theo Albrecht

Aldi: Warnung vor Milch – Organisation enttarnt Lüge

Foodwatch ist der Meinung, dass dies zumindest bei Aldi nicht der Fall ist und geht damit an die Öffentlichkeit. Das Unternehmen findet, dass der Discounter nur wenig dazu beiträgt, um Klimaschäden bei der Produktion zu verringern.

„Stattdessen kauft sich Aldi mit zweifelhaftem Ablasshandel frei: In Uruguay finanziert der Discounter Eukalyptus-Monokulturen – in denen das Ackergift Glyphosat jegliche Biodiversität zerstört“, schreibt Foodwatch. Dies sei irreführend, weshalb das Unternehmen am 21. Juni eine Petition gestartet hat.

Aldi: Foodwatch deckt Milch-Lüge auf – Petition läuft

In ihrem Petitionstext kommt es zu schweren Vorwürfen: „Sie können nicht einmal genau beziffern, wie viel Treibhausgase bei der Produktion entstehen“, heißt es. Doch dabei soll es nicht bleiben, denn Foodwatch zählt noch mehr Gründe auf, weshalb die Milch-Werbung ihrer Meinung nach nicht in Ordnung ist, berichtet RUHR24.

„Für den CO2-Ausgleich nutzen Sie Kompensationsprojekte, die hochproblematisch sind. Das Ausgleichsprojekt in Peru dürfte keinerlei Zertifikate ausgeben. Und das Projekt in Uruguay besteht aus Eukalyptus-Wüsten ohne Artenvielfalt: Dort werden Monokulturen gepflanzt und das Ackergift Glyphosat gesprüht.“

Das Unternehmen stellt somit fest: „Milch verursacht immense Treibhausgas-Emissionen und kann nicht klimaneutral hergestellt werden“.

Aldi: Warnung vor Milch – Foodwatch stellt Forderung

Deshalb macht Foodwatch eine klare Ansage sowohl an Aldi Süd als auch an Aldi Nord: „Beenden Sie ab sofort jegliche Klimaneutral-Werbung für Milch!“, heißt es in dem Schreiben. Seit Start der Petition kamen bereits 18.376 (Stand 23. Juni) Unterschriften zusammen. Ob Aldi der Forderung nachgeht, bleibt nun jedoch abzuwarten.

Aldi Logo und Milch
Ein Unternehmen bezeichnet Aldi-Werbung für Milch als Lüge. © Christoph Hardt/Panama Pictures/Imago; Peter Widmann/Imago; Collage: Sabrina Wagner/RUHR24

Über den neusten Stand können Petition-Unterschreiber allerdings informiert werden „Wenn Sie im Formular Ihre Telefonnummer angeben, geben Sie damit Ihr Einverständnis, per Telefon von Foodwatch kontaktiert und über den Verlauf dieser und anderer Kampagnen informiert zu werden“, heißt es bei der Teilnahme.

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