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Neue Regeln für Autofahrer 2023: Führerschein, Verbandskasten, Versicherung

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Von: Simon Stock

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Autofahrer müssen sich 2023 auf neue Regeln einstellen. Ob Führerschein, Verbandskasten oder Versicherung - wer sich nicht daran hält, dem drohen Verwarngelder.

Hamm - Neues Jahr, neue Regeln und neue Gesetze. 2023 wird da keine Ausnahme sein. Autofahrer und andere Verkehrsteilnehmer müssen im kommenden Jahr einige neue Vorschriften beachten. Wichtige Änderungen und Neuerungen gibt es in diesen Bereichen:

Änderungen für Autofahrer 2023: Führerscheinumtausch

Der Umtausch alter Führerscheine ist ein Dauerthema. Jahr für Jahr müssen neue Jahrgänge ihre alten Lappen abgeben und gegen einen neuen Führerschein im fälschungssicheren Scheckkarten-Format eintauschen. Wer zwischen 1959 und 1964 geboren wurde und noch eine rosafarbene oder graue Fahrerlaubnis hat, hat 2023 nicht viel Zeit. Denn die Frist für den Umtausch läuft am 19. Januar ab.

Wer nach dem Stichtag noch mit dem alten Führerschein erwischt wird, riskiert ein Verwarngeld von 10 Euro und muss den umgetauschten Führerschein nachträglich der Polizei vorlegen – sonst gibt es erneut ein Bußgeld. Der neue Führerschein kostet 25 Euro und ist auf 15 Jahre befristet.

Änderungen für Autofahrer 2023: Kfz-Versicherung

Ab 2023 ändern sich für Millionen Autofahrer in Nordrhein-Westfalen und ganz Deutschland die Beiträge zur Kfz-Versicherung. Im neuen Jahr ändern sich die Typklasseneinstufungen. Für mehr als 8 Millionen Autofahrer gelten dann höhere Einstufungen, knapp 5 Millionen profitieren von besseren Typklassen. Für etwa 70 Prozent aller Pkw-Besitzer bleibt dagegen alles beim Alten.

Auch die Regionalklassen ändern sich im neuen Jahr. Hier sind 15 Millionen Autofahrer betroffen, 5,5 Millionen davon profitieren von der neuen Statistik, 10,1 Millionen müssen mit schlechteren Einstufungen rechnen. Hier sehen Sie im Detail, wer künftig in NRW für die Kasko-Versicherung oder die Haftpflicht mehr oder weniger zahlen muss.

Änderungen für Autofahrer 2023: Masken im Verbandskasten

Das Coronavirus hat vieles verändert, auch mit Blick auf den Verbandskasten im Auto. Seit dem 1. Februar 2022 ist die neue DIN-Norm für Verbandskasten in Kraft (DIN 13164:2022). Sie müssen zwei OP-Masken beinhalten. Masken nach FFP2-Norm sind zwar nicht verpflichtend, aber ratsam. Aktuell gilt noch eine Übergangsfrist für Autofahrer, aber nur bis zum 31. Januar 2023.

Danach setzt es ein Verwarngeld von 5 Euro, wenn man bei einer Kontrolle nur einen unvollständig ausgerüsteten Verbandskasten vorzeigen kann. Wer einem anderen sein Auto ohne ordnungsgemäßen Verbandkasten leiht, muss sogar das Doppelte zahlen. Immerhin: Dafür fällt ab 2023 ein anderer Bestandteil des Verbandskastens weg.

Änderungen für Autofahrer 2023: E-Auto-Förderung

Vom 1. Januar 2023 werden Plug-in-Hybride nicht mehr staatlich gefördert. Beim Kauf eines Elektroautos gibt es dann nur noch eine reduzierte Prämie. So gibt es für Fahrzeuge bis zum Netto-Listenpreis von 40.000 Euro 4.500 Euro (vorher 6.000 Euro) vom Staat und 2.250 Euro vom Hersteller. Bei einem Netto-Listenpreis bis 65.000 Euro sind es 3.000 (vorher 5.000 Euro) zuzüglich 1.500 Euro. Weitere wichtige Änderung im kommenden Jahr: Ab dem 1. September 2023 dürfen nur noch Privat-Personen die E-Auto-Förderung in Anspruch nehmen.

Es gibt ein neues Verkehrsschild in Deutschland. Wer die Regel missachtet, dem drohen ein Punkt und ein Bußgeld.

Änderungen für Autofahrer 2023: HU-Plaketten

Hin und wieder lohnt sich der Blick aufs hintere Nummernschild. Oder könnten Sie mit Sicherheit sagen, wann Sie zuletzt beim TÜV waren? Wer eine rosafarbene Plakette auf dem Kennzeichen hat, muss 2023 zur Hauptuntersuchung (HU). Wann genau, ist leicht ersichtlich: Die Zahl, die auf der Plakette ganz oben ist, zeigt den Monat.

Wer durch den TÜV kommt, erhält eine orange Plakette, die bis 2025 Gültigkeit hat. Für Neufahrzeuge (Pkw und Wohnmobile bis 3,5 Tonnen) gilt eine Drei-Jahres-Frist (blaue Plakette). Die Frist zu überziehen ist nicht gut: Wer die HU um mehr als zwei Monate überzieht, zahlt 15 Euro Bußgeld, zwischen zwei und acht Monaten kostet es 25 Euro. Bei mehr als acht Monaten Überziehung drohen 60 Euro Bußgeld und ein Punkt in Flensburg.

Das Fahren ohne gültigen TÜV bedeutet übrigens nicht automatisch, dass das Auto keinen Versicherungsschutz mehr hat. Es kann jedoch sein, dass die Kfz-Versicherung bei einem selbstverschuldeten Unfall aufgrund technischer Mängel am Fahrzeug nicht leistet.

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