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Abmahnung für Vodafone: Verbraucherzentrale sieht Verstoß gegen Kundenrechte

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Abmahnung: Die Unternehmen Vodafone und die Deutsche Glasfaser sind in den Fokus der Verbraucherschützer geraten. Es geht um Wahlfreiheit für Kunden.

Hamm - Abmahnung für zwei Riesen der Telekommunikationsbranche: Vodafone und die Deutsche Glasfaser sind ins Visier der Verbraucherzentrale geraten.

UnternehmenVodafone
BrancheTelekommunikation
SitzDüsseldorf (NRW)

Vodafone und Deutsche Glasfaser: Abmahnung wegen Verstößen gegen Vorgaben

Nach Ansicht der Verbraucherschützer verstoßen die Unternehmen Vodafone und die Deutsche Glasfaser mit Sitz in Nordrhein-Westfalen (Düsseldorf bzw. Borken) bei Glasfaseranschlüssen gegen die gesetzlich vorgeschriebene Wahlfreiheit bei Endgeräten und drängen Kunden stattdessen zur Nutzung eines firmeneigenen Glasfasermodems.

Seit August 2016 schreibt ein Gesetz vor, dass Kunden ihr Modem und ihren Router oder eben auch entsprechende Kombigeräte (Router mit integriertem Modem) frei wählen dürfen. Die Zuständigkeit des Telekommunikationsanbieters endet am „passiven Netzabschlusspunkt“, das ist beim VDSL-Anschluss die Telefonbuchse, beim Kabelanschluss die Kabeldose und beim Glasfaseranschluss die Glasfaseranschlussdose.

Jedoch installieren viele Anbieter selbst ein fest verbautes Glasfasermodem und „machen es Verbrauchern oft sehr schwer oder sogar unmöglich“, eigene Geräte zu nutzen, sagt Michael Gundall, Technikexperte der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Zum anderen erweckten Unternehmen bei der Bestellung den Eindruck, dass das Glasfasermodem des Anbieters genutzt werden müsse. Eine Aufklärung der Verbraucher über ihre Wahlfreiheit finde in der Regel nicht statt.

Verbraucherzentrale: Wahlfreiheit der Kunden bei Endgeräten oft unterlaufen

„Um diesen Missstand zu beheben, suchte die Verbraucherzentrale zunächst das Gespräch mit den Anbietern und Anbieterverbänden“, sagt Jennifer Häußer von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. „Allerdings zeigten sich die Anbieter uneinsichtig. Daher hat die Verbraucherzentrale nun zwei große Akteure auf dem Markt abgemahnt.“ Eben Vodafone und Deutsche Glasfaser.

Von Mietgeräten, die die Anbieter beim Abschluss von Glasfaserverträgen häufig mitanbieten, rät die Verbraucherzentrale im Übrigen ab. „Rechnet man die Mietkosten von zwei bis drei Jahren zusammen, übersteigt der Mietpreis schnell den Kaufpreis des Routers“, so Gundall.

Verbraucherschützer warnen aktuell vor zwei Stromanbietern. Es geht unter anderem um unrechtmäßige Preiserhöhungen. Die Vorwürfe haben es in sich. Täglich kaufen in Deutschland Millionen Menschen im Supermarkt oder Discounter ein. Zu den Rechten von Kunden gibt es einige Mythen. Welche stimmen?

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