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Grundsteuer-Erklärung 2022: Elster-Alternative nützt nicht allen

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Von: Hannah Decke

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Die Grundsteuer-Erklärung 2022 beschäftigt viele Menschen. Jedoch macht das Steuerportal Elster Probleme. Eine Alternative können nicht alle einfach so nutzen.

Hamm - Millionen Eigentümer sind in diesen Tagen frustriert: Sie müssen zur Feststellung des Grundsteuerwerts eine Erklärung beim Finanzamt einreichen und werden beim Steuerportal Elster mit einer Vielzahl von Fehlermeldungen konfrontiert. Kompliziert und fehleranfällig - so lautet das Fazit vieler Nutzer. Für einige von ihnen gibt es allerdings als Alternative einen Online-Service, der deutlich vereinfacht ist.

Die Grundsteuer muss nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts neu berechnet werden. Millionen Haus-, Wohnungs- und Grundstücksbesitzer müssen deshalb bis spätestens Ende Oktober eine Art zweite Steuererklärung abgeben. Die Formulare im Steuerportal Elster sorgen dabei aber für Frust. „Das ist unfertiger Mist“, sagt etwa Peter Becker aus NRW.

Grundsteuer 2022: Formulare ohne Elster ausfüllen? Einfache Alternative

Gute Nachrichten: Einige der Betroffenen können auf eine Alternative zu Elster zurückgreifen. So bietet das Bundesfinanzministerium einen Online-Service an, der auf Standardfälle von Privatbesitzern zugeschnitten und dadurch – Zitat – „deutlich vereinfacht im Vergleich zu Elster“ sei. 

„Grundsteuererklärung für Privateigentum“ ist speziell für Privatpersonen entwickelt, die einfache Eigentumsverhältnisse haben“, heißt es auf der Internetseite weiter. Dazu zählen im Allgemeinen:

Grundsteuererklärung für Privateigentum - einfache Alternative zu Elster

11 Bundesländer nehmen teil, unter anderen auch Nordrhein-Westfalen. Wer sich unsicher ist, ob das Tool für die eigenen Eigentumsverhältnisse infrage kommt, kann dies vorher testen. Dazu werden sechs Fragen gestellt. Am Ende wird beantwortet, ob in dem konkreten Fall das Tool genutzt werden kann oder nicht.

Aber Achtung: Wer bereits ein Elster-Konto hat, kann den vereinfachten Service nicht nutzen. Laut Bundesfinanzministerium ist das aus technischen Gründen nicht möglich. „Ab spätestens September wird die Nutzung mit dem Elster-Konto möglich sein“, heißt es dazu.

Für wen das Tool nicht infrage kommt, muss wohl oder übel auf Elster zurückgreifen. Derzeit ist Geduld angesagt: Elster war wegen zu großem Andrang bei den Grundsteuerformularen mehrere Tage down. Mittlerweile funktioniert das Portal mit Einschränkungen.

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