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BR-Tatort: Der Tod im Schoko-Bad

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Eine Tote im Schoko-Bad: Am Sonntag ermitteln die Münchner Kommissare im Millieu der Schönen und Reichen. © BR

München - Vor 40 Jahren wurde der Tatort geboren. Zum Jubiläum der ARD-Krimireihe lässt die tz in einer Serie die vergangenen vier Jahrzehnte Revue passieren und blickt aber auch voraus.

Heute geht es um den Tatort, der am Sonntag (20.15 Uhr) ausgestrahlt wird. Lesen Sie hier die Vorschau:

Der 40. Geburtstag der Tatort-Reihe bringt auch für die Münchner Kommissare Udo Wachtveitl (52) und Miroslav Nemec (56) ein ganz persönliches Jubiläum mit sich: Seit 20 Jahren sind die beiden ein unzertrennliches Ermittler-Paar. Ihren 56. Fall, den Tatort: Unsterblich schön lösen sie diesen Sonntag.

Es geht um das Leben der Reichen und Schönen. Faul am Pool liegen, Cocktails schlürfen und zwischendurch mit Botox die Fältchen wegspritzen. Trotz Finanzkrise scheint München, zumindest für die Drehbuchautorin Stefanie Kremser, immer noch für seine Schickeria und seine Bussi-Bussi-Gesellschaft berühmt zu sein. Denn der BR-Tatort taucht in diese Welt ein.

Tatort: Die Kommissare vom Kultkrimi

Eine wunderschöne Spa-Besitzerin stirbt in einem Bad aus flüssiger Schokolade. Die Münchner Kommissare ermitteln in diesem Mikrokosmos aus Jugendwahn und Schönheitsstreben. Ein unterhaltsamer Krimi, der vor allem den Leistungen der hervorragenden Schauspieler Gudrun Landgrebe, Robert Atzorn und Victoria Trautmannsdorf zu verdanken ist. Letztere spielt mit großer Hingabe die Arme, die ständig zu kurz gekommen ist. Sehenswert ist auch Atzorn, der als Andreas halb Schönling, halb Pantoffelheld ist.

Ein BR-Tatort, der auf der großen Palette der Münchner Einsätze heraus sticht. Der Film ist wie ein Kammerspiel angelegt. Selbst Miroslav Nemec gibt im Interview zu, überrascht über das Drehbuch gewesen zu sein: „Als Zuschauer muss man sich durchaus auf eine ungewohnte Sichtweise und ein anderes Tempo einstellen – aber der Film hat Charme“, sagte Nemec dem Münchner Mediendienst Teleschau. Udo Wachtveitl fand es vor allem „spannend, nur von Frauen umgeben zu sein“. Einmal hätte es ja bereits so einen Tatort gegeben: im Film Wenn Frauen Austern essen. Auf ihr 20-jähriges Jubiläum als Tatort-Ermittler angesprochen, gibt Udo Wachtveitl zu, „auch wirklich schlechte Tatorte gemacht zu haben“. Für einige Filme würde er sich regelrecht genieren. „Gesang der toten Dinge war miserabel – in jeder Hinsicht. Das ärgert mich,“ so Wachtveitl.

Auf ihre gemeinsame Tatort-Zukunft blicken beide jedenfalls sehr gelassen: „Angst, ersetzt zu werden, wie es der 50-jährige Siemens-Ingenieur fürchtet, dem ein Informatik-Absolvent im Nacken sitzt, haben wir nicht“, sagt Wachtveitl. Und Nemec weiß: „Man fragt doch ein Ehepaar, das seit 20 Jahren verheiratet ist, auch nicht, ob es ein Drama ist, einfach so weiterzumachen.“ Und schon am 19. Dezember folgt der sehenswerte Tatort: Nie wieder frei sein.

Tina Layes

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