Musikwelt in Trauer

Corona: Musik-Ikone ist tot - Frau wütend auf Donald Trump

Er war einer der prägendsten Country-Musiker seiner Zeit. Erst im Februar wurde John Prine für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Eine Corona-Infektion führte nun zu seinem Tod.

  • Country-Ikone John Prine ist tot.
  • Der Sänger verstarb im Alter von 73 Jahren nach einer Corona-Infektion.
  • Seine Ehefrau ist wütend auf Donald Trump.

Nashville/USA - John Prine ist tot. Der Country-Sänger starb im Alter von 73 Jahren an dem Folgen einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus. Am Dienstag erlag er der Krankheit in einem Hospital in Nashville. Leider ist er nicht der erste Prominente, der am gefährlichen Virus verstarb oder erkrankte*.

John Prine ist tot: Legendärer Country-Sänger stirbt an Coronavirus

Die Familie des preisgekrönten Singer-Songwriters bestätigte dem Rolling Stone die traurige Meldung. Prine wurde bereits vergangenen Monat wegen Symptomen von Covid-19 ins Krankenhaus gebracht. 13 Tage lang war er auf der Intensivstation, ehe die Komplikationen zu groß wurden. 

John Prine stirbt an Coronavirus: Ehefrau Fiona war ebenfalls erkrankt

Prines Ehefrau und Managerin, Fiona, war ebenfalls erkrankt und hatte die Fans ihres Mannes immer auf dem Laufenden gehalten, während er behandelt wurde. Noch Ende März war die Hoffnung auf Genesung groß. 

„Ich habe mich von Covid-19 erholt“, konnte sie berichten, „wir sind vom Schwall der Liebe für mich, John und unsere geliebte Familie überwältigt. Er ist stabil. Bitte sendet weiterhin eure großartigen Herzensgrüße und Gebete. Singt seine Songs. Bleibt daheim und wascht eure Hände. John liebt euch. Ich liebe euch.“ Leider verschlechterte sich die Verfassung von John Prine bereits wenige Tage später. Am Ende konnte er den Kampf leider nicht gewinnen.

Corona: John Prine verliert Kampf gegen das Virus - Ehefrau wütend auf Donald Trump

Einen Kampf, den er vielleicht gar nicht hätte führen müssen? Fiona Prine kritisiert die Handlungen von US-Präsident Donald Trump in der Corona-Krise* schwer. Bereits vor ihrer Erkrankungen fragte sie: „Wenn Donald Trump ein Arzt wäre, würdet ihr ihm vertrauen? Wieso zur Hölle sollten wir diesem Mann vertrauen, Präsident der Vereinigten Staaten zu sein?“

Einen Tag vor dem Tod ihres Mannes schickte Fiona Prine noch eine wütende Nachricht ins Netz. „Ich bin erbost“, schimpfte sie, „als ein Familienmitglied, das so heftig von diesem katastrophalen Virus betroffen ist, bin ich von Trumps uninformiertem, geradeheraus gefährlichem, Geschwafel über medizinische Behandlung, Right-To-Try-Gesetz, etc. und seinen persönlichen, fehlgeleiteten, ungebildeten Meinungen gekränkt.“

In Deutschland sorgen derweil die Umstände des Todes von Sängerin Regy Clasen für besondere Trauer und Wut

John Prine ist tot: Vor kurzem wurde er für sein Lebenswerk geehrt 

Nun müssen also Familie, Freunde und Musikwelt vom legendären Musiker Abschied nehmen, der bereits eine Krebserkrankung überstanden hatte. Erst im Februar wurde John Prine mit einem Grammy für sein Lebenswerk geehrt.

Die Alben  The Missing Years und „Fair and Square“ wurden als beste Folk-Titel ebenfalls mit Grammys prämiert. Songs wie „In Spite of Ourselves“„Clay Pigeons“, oder „Sweet Revenge“ werden als musikalisches Denkmal immer bestehen.

Songs wie Romane: John Prine „war der größte Storyteller“ 

Maik Brüggemeyer, Musikkritiker für den Rolling Stone, hat einen bewegenden Nachruf auf Prine verfasst „Wenn man einen Song von John Prine hört, ist man immer wieder überrascht, wie es ihm gelingt, mit wenigen Worten eine Geschichte zu erzählen, dass man das Gefühl hat, einen ganzen Roman zu lesen. Er war der größte Storyteller. Nun ist er am Coronavirus gestorben. Unfassbar traurig.“ Dem ist wenig bis nichts hinzuzufügen.

In den USA trauern Fans nun auch um Musik-Star Chynna Rogers. Sie war gerade einmal 25 Jahre alt. Vier Jahre älter als der Sohn von Melissa Ethridge, der nun unter tragischen Umständen verstarb.

Jürgen Drews trauert um einen Band-Kollegen der Les Humphries Singers.

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa / Amy Harris

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