Sein Anwalt nimmt Stellung

Vorwurf: Vergewaltigung! Ermittlungen gegen Gérard Depardieu

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In Justizkreisen wurde bekannt: Gegen Gérard Depardieu (69) laufen Vorermittlungen wegen Vergewaltigung.

Gegen den 69-jährigen, französischen Charakterdarsteller Gérard Depardieu wird derzeit ermittelt. Vergewaltigung und sexuelle Übergriffe werden dem Schauspieler vorgeworfen.

Paris - Gegen den französischen Schauspieler Gérard Depardieu wird nach Angaben aus Justizkreisen wegen Sexualstraftaten ermittelt. Den Angaben vom Donnerstag zufolge geht es um sexuelle Übergriffe und Vergewaltigung. Am Montag sei eine Anzeige gegen den 69-jährigen Schauspieler eingereicht worden. Einem Bericht der Zeitung "Le Parisien" zufolge wirft ihm eine etwa 20-jährige Frau vor, sie im August zweimal sexuell missbraucht zu haben.

Bei der Frau handelt es sich demnach um eine Tänzerin und Schauspielerin. Dem Bericht zufolge ereigneten sich die Vorfälle am Rande von Theaterproben am 7. und 13. August in einem Pariser Hotel, in dem Depardieu zu dem Zeitpunkt lebte.

Aus Justizkreisen hieß es, inzwischen sei die Pariser Staatsanwaltschaft zuständig für die Ermittlungen. Depardieus Anwalt Hervé Temime erklärte, der Schauspieler weise jeden Vorwurf des "Übergriffs" und der "Vergewaltigung" zurück. Dass der Fall öffentlich geworden sei, "stellt ein riesiges Vorurteil gegen Gérard Depardieu dar", sagte Temime weiter.

Er zeigte sich dennoch "überzeugt, dass die Unschuld anerkannt werden wird". Zudem rief er zu Zurückhaltung und Respekt gegenüber der Rechte aller Beteiligten auf.

Im vergangenen Oktober begann die #MeToo-Debatte mit dem Fall des Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein, dem mehr als hundert Frauen sexuelle Belästigung oder gar Vergewaltigung vorwerfen. Weltweit wurden daraufhin weitere Männer, zumeist in der Filmbranche, sexuellen Fehlverhaltens beschuldigt.

Der 1948 geborene Depardieu ist einer der bekanntesten französischen Schauspieler, er wirkte an mehr als 180 Filmen mit. Seinen Durchbruch hatte er 1974 mit dem Film "Die Ausgebufften". 2013 hatte er in seiner Heimat für Empörung gesorgt, als er aus Protest gegen eine vorgeschlagene Steuerreform Frankreich verließ und die russische Staatsbürgerschaft annahm.

Auch interessant: Woody Allen: Das sagt er zu "MeToo"-Kampagne.

afp

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