„... dann ist das hochgefährlich“

Daniel Küblböck: Vater äußert in RTL-Show einen Verdacht, wie es zum Drama kam

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Daniel Küblböck auf einem Instagram-Foto aus dem Mai 2017.

Der Fall Daniel Küblböck bewegte 2018 viele Menschen. Sein Vater war nun beim RTL-Jahresrückblick von Günther Jauch zu Gast - und zeigte sich empört.

Günther Küblböck: Live-Interview im RTL-Jahresrückblick bei Günther Jauch

Update vom 2. Dezember 2018, 21.45 Uhr: Am Sonntagabend gab Günther Küblböck ein Live-Interview bei Günther Jauch.

„Wenn man merkt, dass jemand verwirrtes Zeug redet, dann wird klar, dass was nicht stimmt“, sagte Günther Küblböck zunächst im Einspiel-Film. Sein Sohn sei in seiner Wohnung laut geworden, habe rumgeschrien oder Dinge zertrümmert.

Im Live-Interview schilderte Günther Küblböck dann die Tage, bevor Daniel Küblböck auf die Kreuzfahrt ging. Er erzählte, dass er sich große Sorgen gemacht habe, als die Nachricht kam, dass sein Sohn eine Kreuzfahrt machen wolle. Er habe versucht, das zu verhindern und Kontakt zum Veranstalter aufgenommen. Dazu habe er auch eine Audio-Aufnahme eingereicht, die eine Psychose seines Sohnes zeigt. „Sie waren sehr betroffen, ich hatte das Gefühl, die Situation sei gerettet, und sie nehmen ihn gar nicht mit. Ich war sehr verwundert, als es hieß, dass sie ihm die Reise nicht verwehren könnten. Wenn er beim Boarding nicht gleich ausflippe, können sie nicht viel machen.“

Auch an Bord wurde nach Günther Küblböcks Ansicht zu wenig für seinen Sohn getan, schließlich hatte Daniel Küblböck wohl mehrfach Alarmknöpfe gedrückt. „Das verstehe ich auch nicht. Ich hätte wirklich ganz anderes erwartet, wenn schon so viele Vorwarnungen da waren vor der Reise“, so der Vater. Günther Küblböck weiter: „Es gab Anzeichen, er hat ja auch schon randaliert und Dinge angestellt.“

Günther Küblböck äußert Verdacht: Hormone zu hoch dosiert

Dass Daniel Küblböck bewusst gesprungen ist, glaubt sein Papa weiterhin nicht. „Ich bin mir ganz sicher, dass es in einer Psychose passiert ist und Daniel nicht wusste, was er tat. Ich bin mir sicher, dass er es nicht geplant hat, es war aus einer Psychose heraus.“ Er habe sich erkundigt und herausgefunden, dass die weiblichen Hormone, die sein Sohn wohl genommen hatte, so etwas hervorrufen könnten. „Man hat eine Medikamentenverpackung gefunden“, bestätigt Günther Küblböck. „Das hat er sich vermutlich in Spanien besorgt. Wenn man die falsch dosiert einnimmt, ist das hochgefährlich.“

Das Fazit des Vaters, der seinen Sohn verloren hat: „Ich bin der Meinung, man hätte Daniels Schicksal ohne weiteres verhindern können oder müssen. Er sei überzeugt, dass es andere Fälle gibt, die vergleichbar seien. „Mir wäre wichtig, dass umgedacht wird“, so der Appell von Günther Küblböck.

Daniel Küblböck: Vater spricht im RTL-Jahresrückblick bei Günther Jauch

Update vom 2. Dezember 2018, 20.30 Uhr: Am Sonntagabend kommt Daniel Küblböcks Vater bei „2018! Menschen Bilder Emotionen“ zu Wort, dem RTL-Jahresrückblick mit Günther Jauch.

Vorab hat RTL schon einige Zitate in einem Video veröffentlicht

Darin klagt Günther Küblböck den Staat und das politische System an. „Es ist politisch gewollt, dass man psychisch Kranke mehr oder weniger sich selbst überlässt oder den Angehörigen, die sollen sich darum kümmern und möglichst keinen belästigen“, empört er sich.

Greifen die Behörden zu spät ein? Günther Küblböck: „Es geht immer nur, wenn die Person selbst mitmacht. Wenn sie das nicht macht, dann wird erst was unternommen, wenn sie was Schlimmes anstellt oder sich selbst schadet.“

Sein anklagendster Satz, der sich sicherlich auch auf seinen Sohn bezieht: „Für mich ist es staatliche unterlassene Hilfeleistung.“

Er hofft, dass nach dem tragischen Fall von Daniel Küblböck ein Umdenken einsetzt. Günther Küblböck: „Wenn man gesellschaftlich oder politisch etwas lernen würde, dann könnte man wenigstens anderen helfen. Das wäre ein gewisser Trost für mich.“

Unserer Onlineredaktion schilderte ein Passauer Oberstaatsantwalt exklusiv, was das Überwachungsvideo von der AIDA zeigt.

Überraschende Enthüllung: „Daniel Küblböck wollte nie eine Frau sein“

Update vom 8. November 2018: Inzwischen sind rund zwei Monate vergangen seit dem Drama um Daniel Küblböck auf der AIDA. Seitdem ist viel berichtet worden. Doch die Annahme, dass er auf der AIDA sein neues Leben als Frau starten wollte, ist bis heute sehr verbreitet. Sogar von Plänen für eine Geschlechtsumwandlung war die Rede. Und unser Ursprungs-Artikel, der nur kurz nach dem Vorfall erschienen ist (siehe unten) und der von den Selfies als Frau in der Schiffskabine berichtete, ist weiterhin aktuell.

Doch was Daniel Küblböcks Vater Günther jetzt der Bunte berichtet, lässt alles in einem anderen Licht dastehen. „Daniel wollte nie eine Frau sein“, so der Papa. „Im Gegenteil. Er wollte vor allem seit ‚DSDS‘ besonders männlich erscheinen.“

Eine Enthüllung, die alles in einem anderen Licht dastehen lässt.

Hintergrund könnte vielmehr Küblböcks Rolle an der Schauspielschule sein. „Leider wählte die Dozentin dann dieses, aus meiner Sicht, völlig kranke Stück ‚Unschuld: Das Leben auf der Praça Roosevelt‘ als Abschlussarbeit aus“, klagt der Papa an. „Daniel musste einen Transvestiten spielen. Das wollte er zuerst nicht, plötzlich ging er voll auf in der Rolle. Er wollte ja einen guten Abschluss machen.“

Verletzung wirft Daniel Küblböck aus der Bahn

Eine Verletzung auf seinen Stöckelschuhen bei den Proben habe seinen Sohn aus der Bahn geworfen, berichtet Günther Küblböck. Die Dozentin habe ihn aus dem Ensemble gestrichen, es sei zum Streit gekommen. „Ab diesem Moment war er nicht mehr wiederzuerkennen.“

Daniel Küblböck sei ausgeflippt, habe immer wieder die Stimmlagen gewechselt, verschwand oft tagelang und ging nicht ans Handy. „Er versteckte sich erst in Berlin, später auf Mallorca und unterstellte jedem, man wolle ihm etwas Böses. Er bekam schreckliche Psychosen.“

Auch das Auftreten als Frau könnte mit der Rolle und den psychischen Problemen zu tun haben, vermutet Günther Küblböck. „Im Prinzip hat Daniel seine Rolle als Transvestit zu Ende gespielt. Auch in dem Theaterstück geht diese Person auf ein Schiff und das Ende des Stücks ist identisch mit Daniels Wirklichkeit.“

Ergänzend meint der Vater, dass Daniel Küblböck sich wohl nicht mal der Konsequenzen seines Sprungs bewusst war. „Als er gesprungen ist, war ihm garantiert nicht mal klar, dass da unten Wasser ist.“

Video: Sein Vater gibt nicht auf:

Daniel Küblböck: Ex-Freund wusste nichts von den Plänen

Auch der Ex-Freund von Daniel Küblböck wusste nichts von seinen möglichen Plänen, eine Frau zu werden. "Dass er eine Frau sein wollte, wusste ich nicht", erklärte Gasser unserer Onlineredaktion. "Ich habe Daniel als einen mehr als männlichen Kerl kennengelernt, wenn ich das mal so sagen darf. Daniel war ein Mann durch und durch und hat sich oft in seiner Männlichkeit gekränkt oder verletzt gefühlt. Dieser Scheitelpunkt in seinem Leben muss auch eine ganz neue Veränderung gewesen sein. Überrascht war ich deshalb auf alle Fälle, jedoch ist das eine legitime Entscheidung und ich habe Daniel immer gesagt, dass er das tun soll, was ihn glücklich macht. Und wenn es ihn glücklich macht, als Frau zu leben, dann soll er dies tun!“

Ob Daniel Küblböck wirklich als Frau leben wollte, das ist nach den neuen Aussagen seines Vaters in der Bunten unklarer denn je.

Die Polizei hat sich unlängst gegenüber tz.de* zur Sichtung des Überwachungsvideos von der AIDA geäußert.

Daniel Küblböck postete Selfies als Frau: Unser Artikel vom 10. September 2018

St. John’s - Die Nachricht von Daniel Küblböcks Verschwinden von Bord eines Kreuzfahrtschiffes bewegt tausende Menschen derzeit. Der 33-jährige Sänger war nach Angaben des Anbieters Aida Cruises bei einer Kreuzfahrt von Hamburg nach New York am Sonntagmorgen (Ortszeit) über Bord gegangen. Es gebe Grund zu der Annahme, dass der inzwischen als Daniel Kaiser-Küblböck auftretende Entertainer absichtlich gesprungen sei.

Alle aktuellen Entwicklungen zu Daniel Küblböck können Sie hier verfolgen.

Daniel Küblböck: Instagram-Account sorgt für Spekulationen

Desweiteren macht ein Instagram-Account mit dem Namen „rosa_luxem“ Schlagzeilen, auf dem erst vor einer Woche der erste Post veröffentlicht wurde. „Künstlerin | Schauspielerin | Transexuell“ heißt es in der Profilbeschreibung. Mehrere Selfies, die Daniel Küblböck geschminkt und als Frau in Bord der Schiffskabine zeigen, wurden dort in den vergangenen drei Tagen veröffentlicht. 

Die Fotos sind mit den Hashtags #transexuelle, #transformation oder #aida versehen. 

Nun wird vermutet, der Account könnte eine Art Outing von Daniel Küblböck sein. Der gebürtige Niederbayer war schon während seiner Teilnahme bei der ersten Staffel der RTL-Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ für seine weibliche Seite bekannt. Passagiere an Bord berichten außerdem, Küblböck habe „häufig während der Reise Frauenkleider“ getragen, so tz.de*. Dort äußerte sich auch ein Freund von Daniel Küblböck über die Ereignisse.

Auch die Seite Promiflash hat am Sonntagabend ein Exklusiv-Foto veröffentlicht, das kurz vor dem Boarding aufgenommen worden sein soll. Zu sehen sei Daniel Küblböck in Frauenkleidern - einer weißen Bluse, hohen Schuhen und einem Rock.

Inzwischen sind zahlreiche Beleidsbekundungen unter den Posts zu lesen. „Ich hoffe, du lebst“ oder „Wir beten für dich Daniel“, schreiben User. Andere Follower vermuten, es könne sich auch um einen Fake-Account handeln. Ob es sich um einen Account von Küblböck selbst handelt, ist nicht bestätigt.

Dennoch stellt sich immer die Frage: Ist Daniel wirklich gesprungen oder war es ein Unfall. Die Umstände sprechen nicht unbedingt dafür, dass Küblböck wirklich selbst gesprungen wäre.

Video: So reagiert Dieter Bohlen auf Daniel Küblböcks Verschwinden

Der Pop-Titan hat sich zu Daniel Küblböck auf Instagram zu Wort gemeldet und trug dabei ein unpassendes Oberteil. Lesen Sie hier, wie Dieter Bohlen bei Instagram für Entsetzen sorgt.

Daniel Küblböck: Aufnahmen der Durchsage des Kapitäns auf der AIDA

tz.de* liegen exklusive Aufnahmen einer Durchsage auf der AIDA vor. Zu hören ist, wie der Kapitän des Kreuzfahrtschiffs die Passagiere darüber informiert, dass eine Person vermisst wird. Außerdem gibt es Videoaufnahmen von dem Teil des Schiffes, von dem Küblböck gestürzt ist.

Unter seinem Pseudonym hat Küblböck auch ein Foto von Heidi Klum und Tom Kaulitz kommentiert.

Hinweis der Redaktion 

Generell berichten wir nicht über den Verdacht auf Selbstmord-Absichten, damit solche Fälle mögliche Nachahmer nicht ermutigen. Eine Berichterstattung findet nur dann statt, wenn die Umstände eine besondere öffentliche Aufmerksamkeit erfahren. Wenn Sie oder eine Ihnen bekannte Person unter einer existentiellen Lebenskrise oder Depressionen leidet, kontaktieren Sie bitte die Telefonseelsorge unter der Nummer: 0800-1110111. Hilfe bietet auch der Krisendienst Psychiatrie für München und Oberbayern unter 0180-6553000. Weitere Infos finden Sie auf der Webseite www.krisendienst-psychiatrie.de/.

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*tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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