Zweiter Qualifikationssieg

WM-Ticket für Volleyballer greifbar

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Deutschlands Philipp Collin (l-r), Jochen Schöps, Lukas Immanuel Kampa und Christian Fromm jubeln während des Spiels.

Ludwigsburg - Zweites Spiel, zweiter klarer Sieg: Die deutschen Volleyballer haben beim entscheidenden Qualifikationsturnier in Ludwigsburg einen enorm wichtigen Schritt Richtung WM 2014 gemacht.

Nur Minuten nach dem nächsten wichtigen Schritt Richtung WM ließ Vital Heynen seine Volleyballer wieder im Spielerkreis antanzen - und schwor sie auf den bevorstehenden Showdown ein. Am Sonntag gegen die Türkei (17.00) reicht der Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) dank des souveränen 3:0 (25:18, 25:18, 25:17) gegen Estland in jedem Fall ein knapper Sieg für das WM-Ticket. Alles andere wäre ein enormer Rückschlag.

„Dieses Turnier ist das wichtigste für die kommenden fünf Jahre“, sagte Bundestrainer Heynen, der sich als erstes für die erneut lautstarke Unterstützung beim Qualifikationsturnier in Ludwigsburg bedankte. „Der beste Spieler war das Publikum. Wir haben gut gespielt - ich bin glücklich. Aber das Publikum war besser“, sagte er. Bereits zum Auftaktspiel gegen Kroatien (3:0) waren 2600 Fans gekommen - am Samstag waren es 3123 Zuschauer.

Schon vor der zweiten Partie der Türken, die am Samstagabend gegen Kroatien spielten, wollte kein deutscher Spieler „anfangen zu rechnen“, sagte Außenangreifer Sebastian Kühner. Mit der Maximalausbeute von sechs Punkten verteidigte die deutsche Mannschaft gegen den Außenseiter erfolgreich die Tabellenführung der Vierergruppe K. Nur der Turniersieger hat das WM-Ticket sicher in der Tasche, zudem reist der beste Zweitplatzierte der fünf Europagruppen zum Saisonhighlight.

„Das hatten wir uns vorgenommen“, sagte Zuspieler Lukas Kampa: „So haben wir uns das Endspiel ermöglicht. Wir sind von dem Happy End überzeugt.“ Punktbester deutscher Volleyballer war Außenangreifer Denis Kaliberda mit 16 Zählern.

Direkt im Anschluss an den Auftaktsieg am Freitag hatten die Nationalspieler geschlossen die Esten gegen die Türkei (0:3) beobachtet - der Weltranglisten-42. galt vor dem Turnier als große Unbekannte. „Estland kenne ich - ehrlich gesagt - nicht so gut“, meinte Heynen. Der Gegner schob die Favoritenrolle dankbar ab. „Deutschland ist das beste Team hier, wir wollen versuchen, Zweiter zu werden“, hatte Trainer Avo Keel gesagt.

Anders als in den nervösen Anfangsminuten vom Freitag begann das DVV-Team gegen den Außenseiter im ersten Satz äußerst selbstbewusst und ging schnell 3:0 in Führung. Angetrieben den Fans gab vor allem Kapitän Jochen Schöps, der gegen Kroatien nur Zuschauer war, seinem Team Rückhalt. Zur ersten technischen Auszeit stand es 8:4.

Heynen verzichtete komplett auf Diagonalangreifer und Starspieler Georg Grozer - wohl um dessen Kräfte für Sonntag zu schonen und weil die Esten das DVV-Team auf dem Platz kaum ernsthaft forderten. Zwischenzeitlich punkteten die Gäste allein dank deutscher Fehler. Keel wechselte schon im ersten Satz munter durch, ohne aber gegen die starke Offensive des EM-Sechsten von 2013 das rechte Mittel zu finden. Mittelblocker Philipp Collin verwandelte den ersten Satzball zum 25:18.

Im zweiten Durchgang trat das deutsche Team zunächst zwar weniger dominant auf, dennoch reichte es gegen die schwach spielenden Gäste zur 16:10-Führung in der zweiten technischen Auszeit. In der Folge zeigten die Hausherren zeitweise starke Angriffe und gewannen völlig verdient auch den zweiten Satz, ehe Heynen sichtlich zufrieden von der Seitenlinie beobachtete, wie sein Team im dritten Durchgang zunächst klar in Führung (5:0) ging - und diese nicht mehr abgab.

sid

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