Ohne verletzten Paul Zipser 

WM-Quali: Deutsche Basketballer verspielen mit Pleite gegen Griechenland Gruppensieg 

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Deutschlands Niels Giffey (l) im Duell mit Griechenlands Panagiotis Vasilopoulos (r). 

Deutschlands Basketball-Nationalmannschaft kassiert im letzten Spiel der WM-Qualifikation die zweite Niederlage nacheinander. Im Bamberg läuft es gegen Griechenland vor allem in der Offensive nicht.

Bamberg - Die deutschen Basketballer haben die Qualifikation zur Weltmeisterschaft in China mit der zweiten Niederlage nacheinander beendet und den erhofften Gruppensieg verpasst. Drei Tage nach der Pleite in Israel musste sich das bereits für die Endrunde qualifizierte Team von Bundestrainer Henrik Rödl am Sonntag Griechenland mit 63:69 (34:33) geschlagen geben. Beste Werfer in einer lange Zeit zerfahrenen Begegnung in Bamberg waren für die Gastgeber Andreas Obst (12 Punkte) und Ismet Akpinar (10).

„Wir hatten zu viele Ballverluste, das hat uns das Genick gebrochen“, sagte Spanien-Legionär Obst bei Magenta Sport. „Es war nicht einfach für uns, wir haben immer neue Spieler reingebracht. Ich bin stolz auf die Mannschaft, jetzt können wir uns auf die WM vorbereiten.“

WM-Quali: DBB-Team landet hinter Griechenland auf Platz zwei

Damit landete die Auswahl des Deutschen Basketball Bunds in der Qualifikationsgruppe L mit einer Bilanz von neun Siegen und drei Niederlagen hinter Ex-Europameister Griechenland auf Platz zwei. Bereits vergangenes Jahr hatte sich das deutsche Team vorzeitig den Sprung zur Weltmeisterschaft vom 31. August bis 15. September in China gesichert. Die Gruppen werden am 16. März in Shenzhen ausgelost, Rang eins hätte dabei einen Vorteil bedeuten können. Der genaue Modus für die Auslosung ist jedoch noch nicht geklärt.

„Es wäre nett, wenn die Amerikaner nicht in unserer Gruppe wären am Anfang“, sagte Coach Rödl zu seinen Wünschen. Sein Team könne aber „jeden“ schlagen. „Die Mannschaft hat die größten Tests am Anfang der Qualifikation bestanden. Es ist noch sehr viel Zeit bis zur Weltmeisterschaft.“

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Deutschland gegen Griechenland ohne verletzten Zipser 

Vor 5137 Zuschauern musste das DBB-Team ohne den angeschlagenen Paul Zipser auskommen. Der frühere NBA-Profi war beim 77:81 am Donnerstag in Tel Aviv umgeknickt, hatte sich leicht verletzt und verfolgte die Begegnung in Franken auf der Bank. Von dort sah der 25-Jährige, wie seine Teamkollegen mit den aggressiven Griechen von Anfang an einige Probleme hatten. Nach vielen Fehlern und wenigen Punkten auf beiden Seiten führten die Gastgeber nach dem ersten Viertel aber 16:15.

Dabei standen auch Danilo Barthel und Maodo Lo vom deutschen Meister FC Bayern viel auf dem Parkett. Aufgrund der Verpflichtungen ihres Clubs in der Euroleague hatten beide in Israel noch gefehlt, die NBA-Stars um Dennis Schröder und Maxi Kleber können aufgrund der laufenden Saison in der stärksten Liga der Welt gar nicht dabei sein. Auch die Griechen traten mit einer B-Mannschaft an, die genau wie die deutsche in ganz anderer Besetzung zur WM reisen wird.

Niederlage gegen Griechenland: Am Ende reichte die Kraft nicht mehr

Wie schon im Hinspiel in Patras (84:92) leisteten sich die Deutschen zu viele Ballverluste, lagen zur Halbzeit aber weiter knapp mit einem Punkt in Führung. „Beide Seiten verteidigen sehr hart“, sagte Ismet Akpinar vor dem Seitenwechsel: „Nervosität spielt keine Rolle.“

In der zweiten Halbzeit blieb die Begegnung zerfahren und beide Teams hatten in der Offensive zu wenig gute Ideen, im dritten Viertel gab es sogar mehr als vier Minuten lang keinen einzigen Korberfolg. Zu Beginn des Schlussabschnitts erspielten sich die Gäste schon einen Vorsprung von acht Punkten (57:49). Die Hausherren eroberten sich die Führung zwar noch einmal zurück, in der Schlussphase reichte die Kraft aber doch nicht mehr.

dpa

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